Tote, schwer verletzte und vermisste Schafe: Neuer Wolfsverdacht in Osttirol

Sechs Schafe fielen in Innervillgraten wohl einem Wolf zum Opfer – zwei davon sind bisher nicht gefunden worden. Die Schafe umliegender Almen wurden ins Tal gebracht. Im Bezirk Kitzbühel wartet man aktuell noch auf ein Ergebnis.

(Symbolbild)
© STAFFAN WIDSTRAND

Innervillgraten – In Osttirol geht weiter der Wolf um. Nach Rissen auf der Leisacher Kofelalm und der Lavanter Alm wurden nun auf einer Alm in Innervillgraten zwei tote Schafe entdeckt. Zwei schwer verletzte Schafe mussten zudem notgeschlachtet werden, weitere zwei werden vermisst. Wie das Land Tirol in einer Aussendung mitteilt, bestehe aufgrund des Rissbildes ein konkreter Wolfsverdacht.

Die restlichen Schafe der rund 60 Tiere umfassenden Herde sowie die Tiere von umliegenden Almen wurden umgehend ins Tal gebracht.

Der zuständige Amtstierarzt hat von den beiden toten Schafen Tupferproben für eine genetische Untersuchung genommen. Diese werden an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien geschickt. Danach soll feststehen, ob es sich dabei um denselben männlichen Wolf aus italienischer Population handelt, wie bei den Rissen in Leisach und Lavant.

Auch Schafsriss im Bezirk Kitzbühel

Wie das Land außerdem mitteilt, war bei einem aktuellen Schafsriss auf einer Heimweide in Jochberg bisher noch keine konkrete Zuordnung möglich. Auch hier ist eine genetische Untersuchung im Gang. (TT.com)

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