Österreich will an 13 Forschungs-Partnerschaften der EU mitarbeiten

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© HELMUT FOHRINGER

Wien – Österreich will im neuen EU-Forschungsprogramm "Horizon Europe" an 13 von 14 "Europäischen Partnerschaften" mitarbeiten. Ein entsprechender Antrag wurde heute, Mittwoch vom Ministerrat verabschiedet. Die EU plant, insgesamt rund 20 Mrd. Euro für diese langfristigen Forschungs-Netzwerke zu vergeben, die an wichtigen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragen der Gesellschaft forschen sollen. Als dafür notwendige nationale Mittel kündigt Österreich 258 Mio. Euro an.

Im Forschungsrahmenprogramm "Horizon Europe" (Laufzeit 2021-2027) sind "Europäische Partnerschaften" geplant, die durch große, langfristig angelegte Forschungs-, Technologie- und Innovationsnetzwerke die Bewältigung globaler Herausforderungen und die industrielle Modernisierung Europas vorantreiben sollen. An solchen Partnerschaften können öffentliche und/oder private Akteure teilnehmen, wobei eine Ko-Finanzierung aus nationalen Mitteln vorausgesetzt wird.

Die Europäische Kommission hat alle Mitgliedstaaten aufgefordert, bis Mitte Oktober bekanntzugeben, an welchen Partnerschaften sie teilnehmen und wieviel sie dazu beitragen wollen. Dazu wurde eine Liste mit 14 "Partnerschaften" aufgelegt. Nach Abstimmung zwischen den inhaltlich betroffenen Ressorts (Wissenschafts-, Klimaschutz-, Wirtschafts- Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium) hat Österreich die Teilnahme an allen geplanten "Europäischen Partnerschaften" außer am "Partnership for Blue Oceans" angekündigt.

"Einige der größten Herausforderungen unserer Zeit"

In den Forschungsnetzwerken geht es u.a. um Themen wie High Performance Computing, die Abschätzung chemischer Risiken, Innovative kleine und mittlere Unternehmen, Rettung der Biodiversität, Digitale Schlüsseltechnologien, Transformation der Gesundheitssysteme oder die Wasserversorgung des Planeten. Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bezeichnete diese Themen gegenüber der APA als "einige der größten Herausforderungen unserer Zeit", die sich "nur gemeinsam in der Europäischen Union erfolgreich bewältigen ließen".

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Die für die Teilnahme notwendigen nationalen Mittel können dabei in Form von Cash oder sogenannter "in kind-Leistungen", also die Bereitstellung von Personal, Raum- und Infrastruktur-Ressourcen, usw. erfolgen. Bei der angekündigten Beteiligung Österreichs in der Höhe von 258 Mio. Euro (Finanzmittel und in-kind-Leistungen) handelt es sich laut Ministerratsvortrag um eine "realistische, nicht verbindliche Absichtserklärung". Die Rückmeldungen der Mitgliedsstaaten sollen der Kommission die Vorbereitung der detaillierten inhaltlichen und budgetären Vorschläge ermöglichen. (APA)


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