Ruttensteiner nach verpasster EM-Quali in Israel vor dem Aus

Der Interims-Teamchef soll Israels Nationalmannschaft noch bis Jahresende betreuen. Danach übernimmt laut Medienberichten Yossi Aboksis von Hapoel Beer Sheva das Kommando.

Willi Ruttensteiner gibt nur noch in diesem Jahr bei Israel die Marschroute vor.
© JACK GUEZ

Tel Aviv – Nach Israels dramatischem Aus im Kampf um einen Startplatz bei der nächsten EM-Endrunde steht auch Willi Ruttensteiner vor seinem Abgang aus dem israelischen Fußballverband. Wie israelische Medien nach der 3:5-Niederlage nach Elfmeterschießen gegen Schottland im Play-off-Halbfinale am Donnerstagabend berichteten, wird der Oberösterreicher die Auswahl noch bis Dezember betreuen. Danach soll Yossi Aboksis von Hapoel Beer Sheva das Team übernehmen.

Ministerpräsident tröstete Unglücksraben Zahavi

Zur tragischen Figur der Israelis in Glasgow wurde ihr Torjäger Eran Zahavi. Nach zuvor torlosen 120 Minuten scheiterte der Angreifer in der Elfer-Entscheidung als erster Schütze seiner Mannschaft am schottischen Schlussmann. Da alle Schotten trafen, war dies die entscheidende Szene. Zahavi wurde danach via Telefonschaltung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu getröstet, was freilich wenig half. Der 33-Jährige verbarrikadierte sich zunächst in der Kabine und ließ danach seine Zukunft im Team offen.

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Ruttensteiner war nach der Niederlage in Glasgow gefasst. "Es war ein großer Kampf zwischen zwei gut organisierten Mannschaften und am Ende hat das Glück entschieden. Wir können stolz auf uns sein, haben alles gegeben", meinte er. Zahavi sei kein Vorwurf zu machen. "Er hat schon Großes für das Team geleistet, das habe ich ihm auch gesagt." Israel kehrte nun in die Heimat zurück, am Sonntag geht es in Haifa in der Nations League gegen Tschechien, am Mittwoch dann in Trnava gegen die Slowakei. Im November stehen zwei weitere Auftritte in der Nations League an. Danach wird Ruttensteiners Vertrag auslaufen.

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Es war ein großer Kampf zwischen zwei gut organisierten Mannschaften und am Ende hat das Glück entschieden. Wir können stolz auf uns sein, haben alles gegeben.
Willi Ruttensteiner, Israel-Teamchef

Der ehemalige ÖFB-Sportdirektor soll gemäß Medienberichten eine Abfindung von einigen Monatsgehältern erhalten. Sein Vertrag als Technischer Direktor im israelischen Verband war ursprünglich bis Sommer 2022 gültig. Er folgt als Teamchef in diesem Sommer Andreas Herzog nach, der seinen Vertrag aufgrund der unsicheren Lage wegen der Coronakrise nicht verlängert hatte. Mit Ruttensteiners Vorbereitung auf das Play-off war die Verbandsspitze offenbar zufrieden. Seine Taktik und Personalentscheidungen seien hervorragend gewesen, zitierte die Zeitung Jedi'ot Acharonot eine Quelle innerhalb des Verbandes. (APA)


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