Ohne Gastro-Stände, mit Abstand: Wie die Innsbrucker Christkindlmärkte stattfinden

Die Verantwortlichen der Innsbrucker Bergweihnacht haben am Freitag das Sicherheitskonzept für die Christkindlmärkte bekanntgegeben. Die Gastro wird in die umliegenden Lokale ausgelagert. Zudem werden Besucherströme gemessen.

Die Innsbrucker Christkindlmärkte finden heuer unter Corona-Auflagen statt.
© Daniel Zangerl

Innsbruck – Lange war unklar, ob und welche Christkindlmärkte heuer überhaupt stattfinden können. Am Freitag gaben die Veranstalter der Innsbrucker Bergweihnacht grünes Licht. Allerdings mussten Corona-bedingt Abstriche gemacht werden – so wird es etwa keine Gastro-Stände mit Glühwein, Kiachl und Co. geben.

Gegessen und getrunken werden kann ausschließlich sitzend in den Gastgärten der umliegenden Lokale, damit auch hier alle Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden können. Die Verkaufsstände mit regionalen Produkten, Geschenkideen und Deko bleiben, werden allerdings mit wesentlich mehr Abstand platziert.

So sieht es das adaptierte Sicherheitskonzept vor, das laut den Verantwortlichen „deutlich über die behördlichen Auflagen hinausreicht“. Die Risikominimierung stehe an erster Stelle. „Gesundheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit sind jene Parameter, die die Planung bestimmt haben“, sagte Karl Gostner, Obmann von Innsbruck Tourismus.

Digitalsystem soll Besucherströme erfassen

Neben einer Reihe von konzeptionellen Änderungen, die eine Genehmigung erst ermöglichten, setzen die Veranstalter auf die technische Lenkung von Besucherströmen. Hier kommt ein Digitalsystem zum Einsatz, das mittels Feinsensorik Menschenansammlungen erfasst, damit Besucherströme aktiv gelenkt werden können. Dies sei laut Vizebürgermeister Johannes Anzengruber bereits im Sommer erfolgreich getestet worden.

Hierzu erklärt er: „Diese Technik wird in der Altstadt, in der Maria-Theresien-Straße und auf dem Marktplatz zum Einsatz kommen. Mit Frequenzzahlen in Echtzeit erhalten sowohl Veranstalter wie auch Besucher einen Überblick über stärker und weniger stark frequentierte Märkte, und diese ermöglichen im Bedarfsfall eine Steuerung der Besucherströme.“

Tradition und Entschleunigung im Mittelpunkt

Es sei der Stadt ein großes Anliegen gewesen, die Innsbrucker Christkindlmärkte auch in diesem Ausnahmejahr möglich zu machen. Allen Sicherheitsauflagen zum Trotz sollen die Tradition sowie Entschleunigung und Besinnlichkeit als zentrale Werte der Weihnachtszeit nicht verloren gehen, sind sich die Veranstalter einig. (TT.com)


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