Nächste Niederlage: Die Haie ziehen sich selber den Nerv

Nach gutem Start schlitterten die Haie am Sonntag in eine 1:6-Pleite gegen die Vienna Capitals. Es war die vierte Niederlage in Serie für den HC Innsbruck.

Eine Szene mit Folgen – diese „Annäherung“ von Felix Girard an Julian Großlercher wurde als Kopfstoß gewertet.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach der 5:7-Niederlage in Graz stellte HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe am Sonntag die Angriffslinien um. Und wer dann nach 20 Minuten einen Blick auf die Anzeigetafel in der Tiwag-Arena warf, musste von einer verkehrten Eishockey-Welt sprechen. Denn die Haie ließen gegen den 18-jährigen Wien-Keeper Sebastian Wraneschitz durch Deven Sideroff, Daniel Ciampini, Felix Girard, Max Gerlach oder Dario Winkler eine Vielzahl an Großchancen liegen, zur „Krönung“ traf Ciampini auch noch die Querlatte (18.). Die Gäste nutzten indes nach einem schweren Abwehrfehler eine der wenigen klaren Gelegenheiten zum 0:1 (15./Richter).

🏒 bet-at-home ICE Hockey League, 6. Runde

  • Red Bull Salzburg - KAC 4:2 (1:0,1:0,2:2)
  • Fehervar - Black Wings Linz 3:1 (1:0,0:0,2:1)
  • HC Innsbruck Haie - Vienna Capitals 1:6 (0:1,0:4,1:1)
  • VSV - Graz99ers 2:6 (0:2,2:1,0:3)
  • Bratislava - Dornbirn verschoben

Nachdem die Hausherren im ersten Drittel die Scheibe nicht reingebracht hatten, ging zu Beginn des zweiten Abschnitts eine Bandentür nicht zu. So drehten die Cracks zunächst ein paar weitere Aufwärmrunden, während die Eismeister ins Schwitzen gerieten. Und danach lief das Spiel weiter in die falsche Richtung. Die anstürmenden Haie fingen sich leichtfertig einen Konter ein, den Ali Wukovits zum 0:2 (23.) nutzte. Es kam noch dicker: Denn statt in vierminütiger Überzahl zu verkürzen, kassierten die Innsbrucker in numerischer Überzahl das 0:3 (26.) und dann musste Braden Christoffer ein weiteres Mal in dieser Saison vorzeitig mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche. Das Schiedsrichtergespann schickte mit Felix Girard einen weiteren HCI-Angreifer vorzeitig und offenbar wegen eines Kopfstoßes vom Eis. So viel „Hilfe“ hatten die Capitals, die schon zuvor in 5:3-Überlegenheit auf 0:4 (35.) erhöht hatten, wirklich nicht nötig. Zum Drüberstreuen gab’s noch vor der Drittelsirene das 0:5.

Was hilft ein guter Start, wenn man dann die Felle davonschwimmen lässt? „Das erste Drittel war sehr gut, aber Tore, die man nicht schießt, bekommt man. Und dann sind wir wieder ein undisziplinierter Haufen“, ärgerte sich HCI-Vorstand Kurt Mitterer zu Recht nach 40 Minuten.

Im Schlussabschnitt musste Rene Swette, der für Tom McCollum ins Tor gekommen war, noch mal hinter sich greifen. Christian Jennes erzielte das Ehrentor. Bei den Haien besteht viel Klärungsbedarf.

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