Tonnenweise Geröll: Mehrere Häuser nach Felssturz im Alpbachtal geräumt

Mehrere Tonnen Gestein und Geröll sind am Dienstag in St. Gertraudi in bewohntes Gebiet gestürzt. Sechs Häuser mussten evakuiert werden. Verletzt wurde niemand.

Die größten Felsbrocken stürzten in bewohntes Gebiet.
© zoom.tirol

Reith i. A. – Ein massiver Felssturz hat sich Dienstagmittag in St. Gertraudi im Bereich eines Wohngebietes ereignet. Laut dem zuständigen Landesgeologen, Johann Schroll, hatten sich in dem Ortsteil von Reith im Alpbachtal mehrere hundert Kubikmeter Gestein aus einer Felswand gelöst. Dabei blieben einige Felsbrocken in einer Rinne liegen, weiteres Material stürzte hinunter bis ins Wohngebiet und traf dort ein Gebäude. Einer der größten Felsen landete direkt vor den Garagen eines Wohnhauses. Verletzt wurde bei dem Ereignis niemand.

Nach dem Felssturz liegt weiterhin loses Gestein in einer Rinne.
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„Wir haben daraufhin bis zur weiteren Abklärung zunächst einmal sechs Häuser evakuieren lassen“, berichtet Ludwig Moser, Amtsleiter der Gemeinde Reith im Alpbachtal. Nach einem Erkundungsflug war klar, dass die Bewohner eines Hauses bis auf Weiteres nicht zurückkehren dürfen. „Die Gemeinde hat der betroffenen Familie ihre Hilfe angeboten“, sagt Moser, die Bewohner sollen aber bereits bei Verwandten außerhalb des Ortes untergekommen sein.

Für morgen Mittwoch hat die Gemeinde ein Felsabräum-Unternehmen beauftragt, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen und mit den Arbeiten zu beginnen. Wie lange es dauert, bis der Bereich wieder gefahrenlos betreten werden kann, hängt von den Fortschritten der Felsräumungen ab und ist laut Landesgeologie und Amtsleitung noch nicht absehbar. Der Felssturz hat sich oberhalb eines bereits vorhandenen Fangbeckens ereignet, die Steine hatten dieses jedoch übersprungen. (np)


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