133 Radfahrer bei Schwerpunkt in Innsbruck abgestraft

Rücksichtsloses Verhalten, fehlende Ausrüstung, grobe Verstöße gegen die geltenden Vorschriften: Die Polizei hatte am Dienstag bei einem Fahrrad-Schwerpunkt alle Hände voll zu tun, um die Radler in Innsbruck auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen.

Nicht alle Fahrradfahrer zeigen vorbildliches Verhalten und die nötige Ausrüstung im Straßenverkehr.
© APA/Seeger

Innsbruck – Rund die Hälfte der Fahrradunfälle in Innsbruck ist laut Polizei auf Selbstverschulden der beteiligten Radler zurückzuführen. Insbesondere das falsche Fahrverhalten (z.B. Vorrangverletzungen, Gehsteigfahren, Missachtung von Stopptafeln, Durchfahren von Kreuzungen bei Rotlicht, alkoholisiertes Fahren etc.), aber auch Unachtsamkeit und Ablenkung sind demnach die Ursache für einen Großteil dieser Unfälle. Immer wieder kommt es auch zu Beschwerden über das rechtswidrige und wenig rücksichtsvolle Verhalten von Radfahrern.

Grund genug für die Exekutive, sich das Verhalten der Radfahrer in der Innenstadt aber auch die Ausrüstung der Fahrräder genauer anzusehen. Bei einem sechsstündigen Schwerpunkt vom Stadtpolizeikommando und der Landesverkehrsabteilung fiel das Ergebnis tatsächlich ernüchternd aus: Es gab 133 gröbere Übertretungen, wobei die Polizei 119 Organstrafverfügungen und 14 Anzeigen verteilte. Zusätzlich mussten 80 Radfahrer wegen geringfügiger Übertretungen abgemahnt werden.

🚳 Zum Teil grob fahrlässiges Verhalten

Die Organstrafverfügungen und Anzeigen hagelte es laut Polizei, weil sich Radfahrer zum Beispiel nicht an Fahrverbote (Einbahnen) hielten, auf dem Gehsteig oder freihändig unterwegs waren, bei Rotlicht über Kreuzungen fuhren, ohne Benützung einer Freisprecheinrichtung telefonierten oder grobe Mängel bei der Ausrüstung des Fahrrades aufwiesen.

Lenker von E-Scootern waren nur in einer kleinen Anzahl von diesen Amtshandlungen betroffen. Dem Großteil ist bekannt, dass mit Scootern nicht am Gehsteigen gefahren werden darf, berichtet die Polizei.

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👮 Appell der Polizei

Die Polizei richtet einen Appell an alle Radfahrer, sich bei ihren Fahrten an die Straßenverkehrsvorschriften zu halten und insbesondere Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen. Sie müssen auch daran denken, dass das Fahrrad entsprechend ausgerüstet ist und bei Dunkelheit über eine funktionierende Lichtanlage verfügen muss.

🚴 Vorgeschriebenes Verhalten für Radfahrer

◼️ Radfahrer müssen Fußgängern das ungehinderte und ungefährdete Überqueren des Schutzweges ermöglichen, indem sie davor anhalten.

◼️ Sie dürfen keinesfalls den Gehsteig benützen, weil sie damit Fußgänger gefährden.

◼️ Sie sollten, auch wenn es nicht vorgeschrieben ist, das Tragen eines Radhelmes in Betracht ziehen, weil er im Falle eines Unfalles Verletzungen minimieren kann.


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