Heimisches Konsortium erhält Zuschlag für Kraftwerksbau im Kühtai
Das Konsortium Swietelsky-Jäger-Bodner hat den Zuschlag für das Hauptbaulos des Tiwag-Projekts erhalten. Im April sollen die Bagger auffahren.
Kühtai – Vergangenes Jahr im Juni erfolgte die rechtskräftige Genehmigung der Kraftwerkserweiterung im Kühtai durch das Bundesverwaltungsgericht, die TT berichtete. Seit gestern ist bekannt, dass der Landesenergieerzeuger Tiwag das Hauptbaulos in Höhe von 425 Mio. Euro an das heimische Konsortium Swietelsky-Jäger-Bodner vergeben hat. Die Tiwag will fast eine Milliarde Euro in die Erweiterung und Optimierung der bestehenden Anlage investieren.
„Gerade in Zeiten wie diesen ist das derzeit größte und wichtigste Ausbauprojekt der Tiwag ein wichtiger Konjunkturmotor für die heimische Bauwirtschaft. Bereits im kommenden Frühjahr wird mit den Hauptarbeiten im Kühtai begonnen. Im Zuge der fünfjährigen Bauzeit werden rund 500 Mitarbeitende eine Beschäftigung finden. Es ist außerdem sehr zu begrüßen, dass die Tiwag in den kommenden fünf Jahren Investitionen im Ausmaß von insgesamt 1,2 Milliarden Euro plant, was ein wichtiges Signal für den Standort Tirol darstellt“, freut sich Tiwag-Eigentümervertreter Landeshauptmann Günther Platter.
Die Vorbereitungsarbeiten im Längental sind bereits voll angelaufen. Der eigentliche Baustart werde planmäßig im April 2021 erfolgen. (top)
Eckdaten zum Ausbau
• Speicher Kühtai: 6,7 Mio. m³ Schüttvolumen Staudamm, Kronenlänge 510 m, Dammhöhe 113 m, 2 km Stollen im zyklischen Vortrieb z.T. mit 80 % Gefälle
• Krafthaus Kühtai 2: 80.000 m³ Kavernenausbruch, 4 km Stollen im zyklischen Vortrieb, gesamte Betonarbeiten für den Ausbau in der Krafthauskaverne
• Beileitung: 25 km Stollen im kontinuierlichen Vortrieb, 2 km Stollen im zyklischen Vortrieb, Errichtung der Wasserfassungen Winnebach und Fernaubach