WSG hat trotz Selbstisolation die nächste Cup-Runde im Visier

Ein positiver Corona-Fall vor dem heutigen ÖFB-Cup-Heimspiel gegen den FAC (18.30 Uhr) hielt die WSG Tirol auf Trab. Dass ein Sieg gegen den FAC dennoch Pflicht ist, daran ändert sich nichts.

WSG-Coach Thomas Silberberger mahnt zur Besonnenheit und zur Vorsicht.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Humor ist, wenn man trotzdem noch lacht. „Ich habe schon Schlimmeres überstanden (Motorradunfall im Frühjahr; Anm.). Jetzt muss ich mir halt selber was kochen“, notierte WSG-Cheftrainer Thommy Silberberger, nachdem gestern der erste positive Corona-Fall im eigenen Lager bekannt wurde und sich das Team samt Betreuerstab in Selbstisolation begab. Das heißt, außer den Wegstrecken zum Trainings- und Spielbetrieb und dem lebensnotwendigen Einkauf schirmen sich die Profikicker vorläufig von der Außenwelt ab. So sieht es das Präventionskonzept der Bundesliga vor.

Vor dem heutigen Cupmatch gegen den Zweitligisten FAC werden alle im WSG-Lager noch einmal getestet, um weitere Fälle auszuschließen. In der Bundesliga waren ja schon etliche Clubs (Salzburg, Rapid, Austria ...) von Covid-19-Erkrankungen betroffen. WSG-Sportmanager Stefan Köck mahnte gestern bei einer Freiluftbesprechung im Gernot-Langes-Stadion noch einmal alle zur Vorsicht, in der Kabine, wo sich alle so kurz wie möglich aufhalten sollen, herrscht ab sofort Maskenpflicht.

⚽ Uniqa ÖFB-Cup, die Spiele vom Freitag

WSG Tirol – FAC 18.30 Uhr; Admira – Kapfenberg 18.00 Uhr, Lafnitz – Austria Klagenfurt 19.00 Uhr; Horn – Elektra Wien 19.30 Uhr; Wr. Sport-Club – Austria 20.25 Uhr (live ORF Sport+)

Weitere Tiroler Klubs: FC Wacker Innsbruck – Stripfing Sa, 17.00 Uhr; LASK – Wörgl Sa, 17.00; Reichenau – BW Linz 4.11./18.00 Uhr

Zurück zum Kerngeschäft, zum Fußball. „Der FAC stellt eine gestandene Zweitliga-Mannschaft. Und ich habe noch nie einen Gegner unterschätzt. Wir spielen mit der stärksten Elf. Sie wollen uns mit ihren großen Spielern bei Standardsituationen sicher weh tun“, weiß Silberberger aus langjähriger Zweitliga-Erfahrung, dass man ruhende Bälle um FAC-Regisseur Marco Sahanek tunlichst vermeiden und in jedem Fall auf der Hut sein sollte.

Als Bundesligist sollte die WSG im Gernot-Langes-Stadion dennoch Tempo und Takt vorgeben. Die Rot-Schaltung der Corona-Ampel im Bezirk Innsbruck-Land ändert nichts an jenen zugelassenen 470 Fans, die die WSG endlich wieder in Wattens sehen.


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