Einstürzende Betondecke riss vier Bauarbeiter in Bayern in den Tod

Vier Arbeiter wurden beim Gießen einer Betondecke auf einer Baustelle in Oberbayern unter Trümmern und flüssigem Beton begraben. Unter den Toten ist auch ein 16-jähriger Lehrling.

Polizeibeamte untersuchen die Baustelle in Denklingen, auf der es zu dem Unfall kam.
© Matthias Balk

Denklingen – Auf einer Baustelle in Oberbayern ist am Freitag bei Betongießarbeiten eine Decke mit Schalung eingestürzt. Vier Arbeiter kamen bei dem Unfall in Denklingen (Landkreis Landsberg am Lech) ums Leben. Sie wurden teils unter Trümmern und flüssigem Beton begraben. Unter den Toten ist auch ein 16-jähriger Lehrling. Graue Trümmerhaufen zeugten von dem Unglück.

Mit schwerem Gerät, aber teils auch mit bloßen Händen versuchten die Helfer, die Verschütteten aus den Betonmassen zu befreien. Nach mehr als einer Stunde wurde das letzte Opfer geborgen.

Zwei der Beschäftigten hatten laut Polizei auf der Decke gestanden, als die Schalung komplett in sich zusammenstürzte. Sie wurden beim Einsturz in die Tiefe gerissen. Zwei weitere befanden sich darunter und wurden verschüttet. Ein weiterer Arbeiter, der in der Nähe stand, wurde von Trümmern getroffen und leicht verletzt. Die Betondecke, für die schon Pfeiler standen, sollte ein Bürohaus und einen anderen Gebäudeteil verbinden. In der Gegend entsteht ein Gewerbegebiet. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, blieb am Freitag offen. (APA/dpa)

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