HCI düpierte Leader Salzburg: Die Haie fanden den Pfad der Tugend

Nach vier Niederlagen in Serie kehrten die Innsbrucker Haie ausgerechnet gegen Leader Salzburg auf die Siegerstraße zurück. Das 4:1 vor knapp 1000 Fans zeigte auf, was mit Wille und Diszilpn alles möglich ist.

Die HCI-Jubeltraube hatte am Freitagabend in der Tiwag-Arena Hochkonjunktur.
© GEPA pictures/ Amir Beganovic

Von Alex Gruber

Innsbruck – Wie zieht man einem Gegner mit dem x-fachen Budget den Nerv? Wie formiert man seine eigenen bescheideneren Kräfte so, dass man ein Auslangen findet? Auf der Suche nach einer Antwort stellte HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe am Freitag vier Angriffsreihen zusammen, die in dieser Besetzung noch nicht zusammengespielt hatten. Und so tauchte Thomas Mader neben Felix Girard und Sam Herr auf oder Christian Jennes neben den Zwillingen Daniel Ciampini und Braden Christoffer.

In den Anfangsminuten fanden sich die Haie noch nicht zurecht, Salzburg setzte sich fest. Weil eine schöne Einzelleistung von Justin Schütz nach dem Videobeweis aber nicht als Treffer gewertet wurde, schlichen sich auch die Hausherren vorne an. Und nach Saucerman-Schuss kam Herr im Fallen zu seinem ersten Saisontreffer (1:0/8.). In einem Powerplay hatte Christoffer nur eine Minute später sogar das 2:0 auf der Schlägerschaufel, scheiterte aber an Star-Keeper J.P. Lamoureux. Innsbrucks Schlussmann Rene Swette war beim 1:1-Ausgleich (13.) gegen Alexander Rauchenwald in der ersten Überzahl der Gäste chancenlos, parierte aber gegen den Genannten gegen Ende des ersten Drittels sensationell. Das Match bereitete den erlaubten 985 Fans spätestens ab diesem Zeitpunkt viel Freude.

Die Show der abgeklärten Haie ging weiter und Christoffer übernahm die Hauptrolle. Der „Bad Boy“, der nach einem Cross-Check gegen Villach schon zwei Partien gesperrt worden war und nach einem weiteren harten Check gegen Wien einer Sperre entgangen war, schlüpfte in die Rolle des Torjägers. Zunächst setzte er einen Handgelenksschuss zum 2:1 (26.) in die Maschen, dann traf er aus kurzer Distanz zum 3:1 (33.). Unmittelbar vor dem dritten HCI-Treffer war Salzburgs Schütz am starken Swette gescheitert und hatte danach seinen Schläger zertrümmert. Die Haie zogen der Bullenherde den Nerv.

🎥 Videobeitrag: Der Treffer zum 3:1 durch Braden Christoffer

Der Schlussabschnitt begann mit einer Glanztat von Lamoureux gegen Deven Sideroff, auf der anderen Seite rettete Swette nicht nur bei einem Peterka-Penalty mehrmals in extremis. Als Ciampini im Powerplay mit feiner Klinge das 4:1 (49.) markierte, war die Tiwag-Arena endgültig ein Tollhaus. Die Haie weckten vor dem KAC-Gastspiel (Sonntag) die Lust auf mehr.

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  • HC Innsbruck – Salzburg 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) Tore: Herr (8.), Christoffer (26., 33.), Ciampini (49./PP) bzw. Rauchenwald (13./PP)
  • Dornbirn – Vienna Capitals 0:4 (0:2, 0:2, 0:0)
  • Villacher SV – Fehervar 3:5 (1:1, 2:2, 0:2)
  • Black Wings Linz – Bratislava 2:5 (1:0, 0:2, 0:3)
  • Bozen – Graz 99ers 2:3 n.V. (1:0,0:2,1:0;0:1)

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