Italienischer RTL-Doppelsieg in Sölden, Schlappe für ÖSV-Damen zum Auftakt

Marta Bassino setzte sich beim Weltcup-Riesentorlauf der Damen in Sölden die Krone auf. Ihre italienische Landsfrau Federica Brignone und die Slowakin Petra Vlhova landeten auf den weiteren Podestplätzen. Beste ÖSV-Läuferin: Katharina Truppe auf Rang 15.

Die erste Siegerin der neuen Weltcup-Saison: Marta Bassino aus Italien.
© JOE KLAMAR

Sölden - Italiens Ski-Damen dominieren auch in der neuen Saison den Riesentorlauf-Weltcup. Hinter Tagessiegerin Marta Bassino belegte Gesamtweltcup-Titelverteidigerin Federica Brignone (+ 0,14 Sekunden) Platz zwei. Die Slowakin Petra Vlhova komplettierte als Dritte mit Respektabstand (+ 1,13 Sekunden) das Podest. Bassino hatte bereits nach dem ersten Durchgang geführt. Die 24-Jährige feierte den zweiten Weltcup-Sieg ihrer Karriere: "Ich bin wirklich stolz auf mich heute."

Aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen fand das Rennen am Rettenbachferner ohne Zuschauer statt. Österreichs Ski-Damen hatten in Abwesenheit der verletzten US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin mit der Entscheidung nichts zu tun. Als beste rot-weiß-rote Athletin landete Katharina Truppe auf Platz 15.

Aus Tiroler Sicht verlief das Comeback von Stephanie Brunner zufriedenstellend. Als zweitbeste ÖSV-Läuferin belegte die Zillertalerin nach 21-monatiger Verletzungspause Rang 17. Nach dem ersten Durchgang war Brunner noch auf Platz neun gelegen. Lokalmatadorin Franziska Gritsch fiel in der Entscheidung ebenfalls zurück (24.). Eva-Maria Brem (49.) verpasste die Qualifikation für das Finale deutlich, Ricarda Haaser schied im ersten Durchgang aus.

ÖSV-Damenchef Mitter: "Werden weiter kämpfen"

"15, 17 und 19 (Anm. Siebenhofer) ist nicht das, was wir uns erwartet haben", gestand ÖSV-Damen-Rennsportleiter Christian Mitter. "Wir haben gehofft, dass wir weiter nach vorne kommen. Aber wir werden weiter kämpfen." Das gilt auch für Brunner, die wegen ihrer schweren Knieverletzung mehr als eineinhalb Jahre kein Rennen bestritten hatte. "Vielleicht wollte ich ein bisschen zu viel", meinte die 26-Jährige. "Dass ich besser Skifahren kann, das weiß ich selber. Es ist im Training sehr gut gelaufen. Aber es ist ein Prozess, den man im Rennen umsetzen muss. Ich brauche einfach einen Rennrhythmus."

Am Sonntag steht in Sölden noch der Riesentorlauf der Herren auf dem Programm (10.00/13.30 Uhr - live im TT.com-Ticker). Die Damen sind in rund einem Monat (13. November) beim Parallel-Riesentorlauf in Lech wieder am Start, ehe eine Woche später im finnischen Levi zwei Slaloms geplant sind. (TT.com)

⏱️ Riesentorlauf der Damen in Sölden - Endstand:


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