Weniger Verkehr, Unfälle und Luftbelastung im Sommer in Tirol

Im Vergleich zum Vorjahr gab es im vergangenen Sommer eine Abnahme des Verkehrs um teils bis zu 20 Prozent. Die Zahl der Unfälle ging zwar zurück, die Anzahl der dabei verstorbenen Personen nahm jedoch zu.

Der Verkehr auf der Brennerautobahn nahm wie in ganz Tirol im Sommer im Vergleich zum Vorjahr ab.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Auf Tirols Straßen war im abgelaufenen Sommer im Vergleich zu 2019 weniger los. Der Verkehr ging laut Land Tirol teilweise um bis zu einem Fünftel zurück. Dasselbe gilt mit 18 Prozent für die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid (NO2). Die Zahl der Unfälle und der Verletzten nahm zwar ab. Allerdings kamen mehr Menschen bei Unfällen ums Leben als im Vorjahr.

Wie Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) am Mittwoch bekannt gab, verzeichnet der Gesamtverkehr in der Hauptreisezeit verglichen mit dem Vorjahr einen Rückgang um 20,5 Prozent. An den Landesstraßen (B und L) sanken die Werte um 6,5 Prozent. In und um Innsbruck gab es minimale Zuwächse.

Als Hauptverursacher der Luftbelastung verringerten sich mit dem Verkehr auch die Stickstoffdioxid-Werte. Diese gingen durchschnittlich um knapp ein Fünftel (18 Prozent) zurück.

Ein ähnliches Bild ergeben die Daten für den Schwerverkehr. Auf der Brennerautobahn waren um knapp ein Zehntel weniger Lkw unterwegs. Die Landesstraßen weisen hier ebenfalls einen teils sehr starken Rückgang auf. So wies die Messstelle am Brennersee mit knapp 49 Prozent die stärkste Abnahme auf. An der Lechbrücke in Lechaschau kam es hingegen zu einer leichten Zunahme von 4 Prozent.

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Weniger Unfälle, aber mehr Verkehrstote

Laut Markus Widmann, dem Leiter der Landesverkehrsabteilung, gab es im Vergleich zum Untersuchungszeitraum des Vorjahres 152 weniger Unfälle. Bei über 1800 Unfällen wurden knapp mehr als 2000 Personen verletzt. Allerdings stieg die Zahl der Verkehrstoten von 12 auf 15 an.

Das Sachgebiet Verkehrsplanung, der Fachbereich Luftgüte und die Landesverkehrsabteilung der Polizei erhoben gemeinsam die repräsentativen Daten für den Zeitraum zwischen 1. Juni und 30. September 2020. Sie zogen dabei die Werte von mehreren Mess- und Verkehrszählstellen in ganz Tirol heran. Darunter sind etwa jene in Vomp an der A12, in Heiterwang im Außerfern oder an der Mautstelle in Schönberg. (TT.com)


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