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Coronavirus und Raumlüftung

Eine ausreichende Lüftung von Innenräumen reduziert das Risiko von Infektionen! Die AUVA berät zu aktuelle Fragen rund um die Thematik Raumlüftung (natürliche Lüftung, mechanische Lüftung), Luftfeuchtigkeit, Filtertechnik, usw.

© KlausJosef / pixabay

Wie schnell und stark sich ein Virus innerhalb eines geschlossenen Raumes ausbreiten kann, ist wesentlich vom Luftaustausch abhängig. Frische und saubere Außenluft wird mit belasteter Raumluft ausgetauscht. Dadurch wird die Virenzahl in der Raumluft reduziert, die Viren werden „abgelüftet“. Eine gute Lüftungssituation verringert somit die Zahl erregerhaltiger feinster Tröpfchen in der Luft und senkt damit das Ansteckungsrisiko in Räumen, in denen sich Erkrankte aufhalten (das gilt übrigens für alle Krankheitserreger, nicht nur für das neue Coronavirus SARS-CoV-2).

Der allgemeine Ratschlag lautet, so viel Außenluft wie vernünftigerweise möglich in Räume einzuleiten. Dieser Luftaustausch kann entweder durch natürliche Lüftung (Fenster und Türen) oder durch mechanische Lüftungssysteme (Raumlufttechnische Anlagen – RLT-Anlagen) erfolgen. RLT-Anlagen werden vor allem dort verwendet, wo natürliche Lüftung nicht möglich ist, bzw. nicht effektiv wäre.

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Weiters ist die relative Luftfeuchtigkeit in Bezug auf die Ausbreitung des Virus von Bedeutung. Einerseits bestimmt die Luftfeuchtigkeit Größe und Gewicht der Tröpfchen und damit deren Reichweite und Schwebedauer in der Raumluft, andererseits sind wir Menschen bei geringer Luftfeuchtigkeit anfälliger für Infektionen, weil die Schleimhäute leichter austrocknen. Es ist jedoch anzumerken, dass in den nächsten Monaten – meteorologisch bedingt in allen europäischen Klimazonen – ohne zusätzliche Befeuchtung eine Raumluftfeuchtigkeit von mehr als 30 % gegeben ist, d. h. auf die Luftfeuchtigkeit ist vermehrt erst in der kühlen Jahreszeit (Spätherbst, Winter) Bedacht zu nehmen.

Natürliche Lüftung

Die natürliche Lüftung erfolgt vorrangig über das Öffnen der Fenster. Am effektivsten ist hier die Querlüftung von Innenräumen. Bei den meisten Fenstern gibt es dazu zwei Möglichkeiten – einerseits die Kippstellung, andererseits das Fenster ganz zu öffnen. Am besten wirkt natürlich die Öffnung des gesamten Fensters, denn damit wird der Raum mit Frischluft bzw. Außenluft optimal versorgt und es kommt zu einer Reduktion der Virenzahl in der Luft

Auf die Regelmäßigkeit kommt es an:

Beispielsweise ist es empfehlenswert, vor Besprechungen bzw. vor dem Aufenthalt die Räumlichkeiten ordentlich durchzulüften, während des Aufenthaltes auf die Lüftung nicht zu vergessen, und auch nach Beendigung des Aufenthalts durchzulüften.

Zusammenfassung

• RLT-Anlagen (Raumlufttechnische Anlagen) garantieren bei korrekter Planung und ordnungsgemäßem Betrieb einen kontrollierten Luftaustausch und sorgen damit für eine Senkung der Virenbelastung im Raum.

• RLT-Anlagen garantieren im Vergleich zur natürlichen Lüftung (über Fenster oder Türen) eine konstante und sichere Lüftung.

• Eine Virenübertagung („Virenschleuder“) durch RLT–Anlagen kann bei ordnungsgemäßer Wartung ausgeschlossen werden.

• Die regelmäßige Wartung und Prüfung ist, wie in „normalen“ Zeiten, von großer Bedeutung und die Grundlage für die Wirksamkeit der Anlage.

Für konkrete Fragen zum Thema stehen Ihnen die AUVA-Präventionsexpertinnen und -experten aus dem Klima- und Lüftungstechnikbereich gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns unter sichereswissen@auva.at

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