Bundesliga-Vorstand erwartet erneute Geisterspiele: "Damit muss man rechnen"

Liga-Chef Ebenbauer geht wegen des Coronavirus von regionalen Beschränkungen auf Basis der 7-Tage-Inzidenz aus. Antigen-Tests als Eintrittskarte für mehr Zuschauer sind derweil keine Option.

Das Schreckgespenst Geisterspiele spukt auch in den Köpfen der heimischen Bundesligisten weiter.
© GEORG HOCHMUTH

Wien – Österreichs Bundesliga rechnet in den kommenden Wochen und Monaten mit einzelnen Spielen ohne Zuschauer. "Geisterspiele muss man anhand der jetzigen Situation schwer in Betracht ziehen", sagte Liga-Vorstand Christian Ebenbauer am Samstag auf Sky. Ebenbauer geht wegen des Coronavirus von regionalen Beschränkungen auf Basis der 7-Tage-Inzidenz aus. "Dass die regionalen Gesundheitsbehörden dann sagen, keine Zuschauer mehr, damit muss man rechnen, davon gehe ich aus."

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Antigen-Tests als Eintrittskarte für mehr Zuschauer im Stadion sind laut Ebenbauer derzeit keine Option. "Würde die Bundesregierung mehr Zuseher zulassen, wenn man die eine Maßnahme mehr oder weniger macht? Das ist nach unserer Auskunft nicht der Fall. Deswegen stellt sich für uns auch nicht die Frage, ob man bei Zuschauern Antigen-Tests anwendet oder nicht."

Austria-Vorstand Markus Kraetschmer führte indes eine "Bannmeile rund ums Stadion" nach dem Vorbild von Fußball-Großevents ins Gespräch. Er will "weiter keine Ruhe geben, bis wir es möglich machen, bis sich unsere Stadien wieder füllen können". Das gesellige Beisammensein vor und nach dem Spiel, das von der Regierung als Hauptargument für die Zuschauerbegrenzung angeführt wird, sieht Kraetschmer nicht im Verantwortungsbereich der Clubs. "Ich verstehe, dass der Begriff des Apres Fußball immer wieder geprägt wird. Aber das ist nicht die Verantwortung der Clubs. Wir versuchen unsere Spiele im Stadion bestmöglich abzuwickeln." (APA)

😷 LASK meldet weiteren Corona-Fall

Beim LASK hat am Freitagabend ein weiterer Spieler einen positiven Coronatest abgegeben. Der Infizierte zeige keine Symptome, befinde sich in häuslicher Quarantäne und nahm am Abschlusstraining der Linzer für das Heimspiel am Sonntag gegen St. Pölten nicht mehr teil. Das gab der LASK am Samstagabend bekannt.

Durch die zehntägige Quarantäne wird der namentlich nicht genannte Akteur auch das Spiel in der Europa League gegen Ludogorez Rasgrad und in der Liga bei Sturm Graz verpassen. Bereits am Mittwoch war ein Spieler der Linzer positiv auf Covid-19 getestet worden.


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