Djokovic startet in Wien die Jagd auf zwei spezielle Rekorde

Beim Erste Bank Open in Wien steht neben Lokalmatador Dominic Thiem vor allem der Weltranglistenerste, Novak Djokovic, im Fokus. Der Serbe könnte in wenigen Monaten zwei besondere Rekordmarken knacken.

Novak Djokovic hat in Wien den Titel im Visier.
© GEORG HOCHMUTH

Wien – Tennisstar Novak Djokovic ist auf der Jagd nach Rekorden. Nach der Anzahl an Grand-Slam-Siegen ist er durch seine Finalniederlage bei den French Open gegen Rafael Nadal drei Siege hinter den Spanier zurückgefallen. Wie Nadal hält auch der Schweizer Roger Federer bei 20 Major-Titeln. Greifbarer und früher zu holen sind für Djokovic andere Bestmarken. Einerseits geht es um die Nr.-1-Position am Jahresende, andererseits um die Rekordzahl an Wochen an der Weltranglistenspitze.

Im März könnte es soweit sein, dass der 33-Jährige die 310 Wochen von Federer übertrumpft. Dafür dürfte er den Platz an der Sonne bis dahin nicht mehr abgeben. "Das ist mein großes Ziel, ich arbeite darauf hin", sagte Djokovic bei seiner Antrittspressekonferenz beim Wiener Erste Bank Open. "Es sind aber noch viele unvorhersehbare Dinge bis dahin möglich." Dabei komme es auf seine Ergebnisse und die seiner Verfolger Nadal und Dominic Thiem an.

Nadal hat aktuell 1.890 Zähler Rückstand, bei Thiem sind es 2.615. Wer von den beiden eher bzw. früher den Anschluss an ihn finden könne, sei daher schwer zu sagen. Gut für ihn sei jedenfalls, dass man Corona-bedingt nun bis März statt bis Jänner keine Punkte verlieren kann. Diese neue Regelung wurde auf Anfrage von der ATP bestätigt, die Durchrechnungszeiträume des Rankings gehen demnach wegen der Coronakrise von März 2019 bis inklusive der Woche ab 1. März bzw. dem Ranking am 8. März 2021.

Auf den Spuren von Idol Pete Sampras

Berücksichtigt wird das bessere Resultat aus 2019/2020 bzw. 2020/2021, wenn ein Spieler beim gleichen Event in beiden Jahren spielt. Erst ab der Turnierwoche ab 8. März 2021 erfolgt die Rückkehr zum bisherigen 52-Wochen-Beobachtungszeitraum. "Für mich ist das großartig,", reagierte Djokovic auf die Verlängerung der Regel um gut zwei Monate, "da ich eine Menge Punkte in Australien gemacht habe. Wenn ich die zu verteidigen hätte, wäre es eine andere Geschichte für mich."

Eine tolle Geschichte wäre seine sechste Nr.-1-Position am Jahresende. Bisher gelang ihm das 2011, 2012, 2014, 2015 und 2018. "Ja, ich versuche das Jahr als Nummer eins zu beenden", bestätigte der achtfache Australian-Open-Sieger selbstverständlich. Mit einem sechsten Mal würde er mit Pete Sampras (1993 bis 1998) gleichziehen. Den 49-jährigen US-Amerikaner bezeichnete Djokovc als ein Idol seiner Kindertage. "Diese Leistung gehört sicher zu den größten im Weltsport." (APA)


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