Salzburg ist gewarnt: Lewandowski und Suarez schießen derzeit scharf

Vor den Duellen mit Atletico Madrid und dem FC Bayern München kann sich die Abwehr von Meister Red Bull Salzburg auf arbeitsreiche Champions-League-Abende einstellen.

Aller guten Dinge sind drei: Robert Lewandowski traf am Wochende mit links, mit rechts und mit dem Kopf.
© CHRISTOF STACHE

Salzburg – Erst Luis Suarez, dann Robert Lewandowksi: Auf Red Bull Salzburg warten innerhalb einer Woche Champions-League-Highlights gegen die zwei Fußball-Giganten Atletico Madrid und Bayern München. Akkordarbeit für die Salzburg-Abwehr ist zu erwarten, die Vorzeichen könnten besser sein: Die Weltklassestürmer Suarez und Lewandowski sind in Topform.

Tore trocknen Tränen von Suarez

Suarez traf in bisher fünf Liga-Begegnungen vier Mal. Auch dank ihm ist Atletico als einziges Team in der spanischen Liga noch ungeschlagen. Die Tränen des 33-Jährigen sind längst getrocknet. Vor fünf Wochen hatte der Mann aus Uruguay bei seinem Abschied vom FC Barcelona noch hemmungslos geweint, weil er sich von den Katalanen ungerecht behandelt fühlte. Er habe damals sogar mehrere Tage unter Tränen verbracht, verriet er später.

Bei seinem neuen Club Atletico Madrid, mit dem Suarez am Dienstag (21.00 Uhr/live DAZN und Sky-Konferenz) die Salzburger "Bullen" im Champions-League-Duell aufs Horn nehmen will, genießt der möglicherweise beste Strafraumstürmer seiner Art nicht nur wegen seiner Treffsicherheit bereits Respekt. "Er ist in der Gruppe vor allem wegen seiner Persönlichkeit wichtig", sagte Teamkollege Yannick Carrasco. "Luis ist ein Kämpfer."

Ein noch etwas ungewohnter Anblick: Luis Suarez jubelt im Atletico-Dress über Tore.
© GABRIEL BOUYS

Suarez, der in kargen Verhältnissen groß wurde, passt auch als Spielertypus zur Elf von Diego Simeone, die bekanntlich keine Gefangenen macht. Sein Hang, nicht bloß im übertragenen Sinn ein Strafraumkannibale zu sein, ist dokumentiert. "Alles, was ich als Kind erlebt habe, führt dazu, dass ich keinen Ball verloren gebe", sagte Suarez einmal.

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Salzburg-Coach Jesse Marsch strich Suarez als Aushängeschild einer Weltklassemannschaft schon am Samstag nach dem 2:0-Ligasieg bei Austria Wien heraus. "Die Vorbereitung auf Suarez ist sehr, sehr schwer. Er bewegt sich so unterschiedlich im Strafraum, er ist unglaublich clever." 469 Karrieretore in allen Wettbewerben inklusive Nationalteam sollten Warnung genug sein.

Erst mit links, dann mit dem Kopf, schließlich mit rechts

Der nächste Meister seines Fachs wird sich den Salzburgern am Dienstag darauf (3. November) entgegenstellen. Bayern-Goalgetter Lewandowski hält nach acht Saisonspielen bei zehn Toren. Alle zehn sind ihm in fünf Ligaspielen gelungen, bei Fortsetzung der aktuellen Produktionsrate würde der Pole die inzwischen 48 Jahre alte 40-Tore-Bestmarke von Gerd Müller in der deutschen Bundesliga locker knacken.

Der Knipser wiegelte nach seinem Dreierpack gegen Frankfurt am Samstag jedoch ab. "Die Statistiken sind mir nicht so wichtig", behauptete der 32-Jährige. "Ich bin fokussiert auf die Mannschaft und auf das Spiel." Das war freilich geflunkert, zumindest 484 Karrieretore entsprechen der statistischen Wahrheit. Gegen Frankfurt demonstrierte Europas Fußballer des Jahres die ganze Palette seines Könnens. Erst traf er mit links, dann mit dem Kopf und schließlich auch noch mit rechts. (APA)


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