Corona hält Tirols Sport weiter fest im Würgegriff

Während bei den Kontaktsportarten Judo und Ringen in Tirol derzeit nur eingeschränktes Training möglich ist, wird bei den Sportschützen noch scharf geschossen.

Weitere Wettkämpfe, wie hier die Judo-Staatsmeisterschaft in Oberwart mit der Tirolerin Pia Kraft, sind derzeit in weite Ferne gerückt.
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Innsbruck – Durch das Ansteigen der Corona-Fälle im Land und neue Regelungen seitens der Bundesregierung sind auch die Tiroler Vereine zum Handeln gezwungen. Im Judozentrum Innsbruck wird daher nur noch in Sechsergruppen trainiert. „Natürlich ist es nicht ideal, aber wir sind froh, dass man überhaupt noch trainieren darf“, sagt Tirols Judo-Verbandspräsident Martin Scherwitzl. Da im Judozentrum vier Räume mit Matten zur Verfügung stehen, sei ein sicherer Trainingsbetrieb möglich. Auf Veranstaltungen wie Tiroler Meisterschaften wird natürlich verzichtet. „Das wäre nun sicher das falsche Signal.“

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Von einer „schwierigen Situation“ spricht Tirols Ring­sport-Präsident Franz Pitschmann. Wie berichtet, wurden die Tiroler Meisterschaften der Schüler und Kadetten aus Sicherheitsgründen abgesagt. „Für alle Kontaktsportarten ist es eine herausfordernde Zeit“, so Pitschmann. Es sei schwierig, ein Event durchzuziehen, denn kein Verein wolle das Risiko eingehen. Die Spitzen der Tiroler Ringer-Szene kommen heute zu einem Krisengespräch zusammen, um weitere Schritte zu beraten. Die Liga-Saison wurde bereits im Sommer abgesagt.

Indes wollen die Großkaliber-Schützen die vierte Runde des Tirol Cups am Wochen­ende in Schwoich durchziehen. Um die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, wurde von Organisator und Oberschützenmeister Gottfried Gratz ein Konzept erarbeitet. Dieses beinhaltet unter anderem Folientrennwände zwischen den einzelnen Schützenplätzen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verpflichtend und nur jeder zweite Schießstand wird belegt. (ben)


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