Üble Nachrede: Verfahren gegen Pestizid-Gegner in Bozen eingestellt

Umweltaktivisten wurde üble Nachrede vorgeworfen. Sie hatten die Methoden der Südtiroler Obstbauern kritisiert. Nun wurde das Verfahren gegen Verleger Jacob Radloff und das Umweltinstitut München eingestellt.

(Symbolfoto)
© BARBARA GINDL

Bozen – Aus Mangel an Beweisen wurden die Ermittlungen gegen Verleger Jacob Radloff und die Mitglieder des Umweltinstituts München vom Landesgericht Bozen eingestellt. Das wurde am Mittwoch bekannt. Damit findet ein Teil des sogenannten Pestizidprozesses ein jähes Ende. Ein Streit zwischen Landwirten und Umweltaktivisten hatte zu Anzeigen geführt – die TT berichtete.

Verleger Jacob Radloff zeigt sich sichtlich erfreut über die Einstellung des Verfahrens. „Ich fühle mich in meiner Position bestärkt. Solange eine Kritik berechtigt ist und einer öffentlichen Auseinandersetzung dient, darf sie auch pointiert und meinungsstark ausfallen“, sagt er in einer ersten Stellungnahme gegenüber salto.bz.

Das Verfahren gegen Karl Bär und Alexander Schiebel läuft indes weiter. „Wir werden das Recht auf freie Meinungsäußerung nun auch für die beiden letzten Angeklagten, Karl Bär und Alexander Schiebel, erstreiten", kündigte Anwalt Nicola Canestrini an. (TT.com)


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