Vier Todesopfer nach Anschlag in Wien, Täter war vorbestrafter IS-Sympathisant

Der erschossene Attentäter von Wien war 20 Jahre alt, Doppelstaatsbürger mit nordmazedonischen Wurzeln und nach einer Verurteilung wegen terroristischer Vereinigung im Dezember vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Nach dem Anschlag sind vier Todesopfer zu beklagen, 22 Menschen werden im Krankenhaus behandelt. 14 davon sind schwer verletzt.

Großeinsatz der Polizei in der Wiener Innenstadt.
© GEORG HOCHMUTH

Wien – Der blutige Terroranschlag in der Wiener Innenstadt Montagabend hat vier Todesopfer (zwei Frauen und zwei Männer) und zahlreiche Schwerverletzte gefordert. Von 22 im Krankenhaus Behandelten galten 14 als schwer verletzt, einer von ihnen war der angeschossene Polizist. Das wurde am Dienstagnachmittag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Seinen Zustand wie den von zwei weiteren Patienten klassifizierte der Sprecher des Wiener Gesundheitsverbunds, Christoph Mierau, als kritisch, aber stabil. Akute Lebensgefahr herrschte bei keinem der Patienten mehr.

Eine Frau war in der Nacht auf Dienstag gestorben. Sieben Opfer kamen mit leichteren Blessuren davon. Zur Art der Verletzungen bei den 14 Patienten äußerte sich Mierau nicht. Nach Informationen der APA handelt es sich aber nicht nur um Schussverletzungen. Einige Opfer wiesen Stich- und Schnittverletzungen auf. Dazu kamen typische Fluchtverletzungen wie Knochenbrüche und Rissquetschwunden. Die Patienten stammten nach Informationen der APA aus Österreich und aus Deutschland. Eine Verletzte kam aus der Slowakei.

Ein Täter hatte am Montagabend auf Passanten und Lokalbesucher in einem Ausgehviertel geschossen. Auf einen zweiten Täter gebe es derzeit keine Hinweise, so Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstagnachmittag. Ein Täter wurde von der Polizei erschossen.

20-jähriger Doppelstaatsbürger mit einschlägigen Vorstrafen

Wie am Dienstagvormittag bekannt wurde, handelt es sich bei ihm um einen 20-jährigen Doppelstaatsbürger mit nordmazedonischen Wurzeln. Er war nach einer Verurteilung wegen terroristischer Vereinigung im Dezember vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Er war einschlägig wegen terroristischer Vereinigung (§ 278b StGB) vorbestraft.

Wie Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) darlegte, fanden umfangreiche Großrazzien im Umfeld des Täters statt. Konkret wurden 15 Hausdurchsuchungen vorgenommen und 14 Personen festgenommen, so die Bilanz am Dienstagnachmittag. "Er war mit einer Sprengstoffgürtel-Attrappe und einer automatischen Langwaffe, einer Faustfeuerwaffe und einer Machete ausgestattet, um diesen widerwärtigen Anschlag auf unschuldige Bürgerinnen und Bürger zu verüben", erklärte der Innenminister.

Die österreichische Bundesregierung beschloss in einer Sondersitzung eine dreitägige "Staatstrauer". Bis inklusive Donnerstag werden die öffentlichen Gebäude mit Trauerbeflaggung versehen. Für Dienstag 12 Uhr war eine Schweigeminute geplant, in ganz Wien sollten laut katholischer Kirche die Kirchenglocken läuten.

Täter identifiziert, Wohnung aufgesprengt

Noch in der Nacht wurde die Wohnung des Attentäters mit Sprengstoff geöffnet und eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Die Frage, ob sich bei einer von Zeugen wahrgenommenen Detonation in der Nacht in Simmering, um diese Wohnungsöffnung gehandelt haben könnte, wurde vom Innenminister nicht verneint.

Zweifelsfrei handelte es sich bei dem 20-Jährigen um einen Anhänger der radikalislamistischen Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS), betonte der Innenminister. Er wurde am 25. April 2019 zu 22 Monaten Haft verurteilt, weil er versucht hatte, nach Syrien auszureisen, um sich dort dem IS anzuschließen.

Am 5. Dezember wurde er vorzeitig bedingt entlassen – er galt als junger Erwachsener und fiel damit unter die Privilegien des Jugendgerichtsgesetzes (JGG). Von Polizeikräften erschossen wurde der 20-Jährige in der Nähe der Ruprechtskirche.

Wiener sollen auch am Dienstag zuhause bleiben

Die Polizei rief die Bevölkerung dringend dazu auf, in den Häusern zu bleiben und nicht auf die Straßen zu gehen. Die Schulpflicht in der Bundeshauptstadt wurde für Dienstag ausgesetzt. Es lief allerdings ein Notbetrieb.

Der Angriff hatte gegen 20 Uhr im belebten Ausgehviertel Bermuda-Dreieck in der Wiener Innenstadt begonnen, in dem kurz vor Beginn neuer Corona-Ausgangssperren und bei lauem Wetter viele Menschen unterwegs waren. Nach dem ersten Notruf bei der Polizei und dem Eintreffen der Einsatzkräfte kam es in weiterer Folge zu Schießereien zwischen der Polizei und dem oder den Täter/n.

📽 Video | Nehammer nach Anschlag in Wien

Nehammer sprach vom "schwersten Tag für Österreich seit sehr vielen Jahren" und einem Terroranschlag, dessen Heftigkeit es zum Glück schon lange nicht mehr gegeben habe. "Wer einen von uns angreift, greift uns alle an", sagte der Innenminister. "Es ist eine schwere Situation für alle, die wir gemeinsam stemmen können, wenn wir uns diszipliniert verhalten", meinte Nehammer.

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Laut Polizei gab es sechs Tatorte. Die Vorfälle seien aber noch nicht "differenziert aufgearbeitet", sagte Gerhard Pürstl, Landespolizeipräsident in Wien, am Dienstagvormittag.

Auch in den Nachtstunden war der Großeinsatz der Exekutive weitergelaufen. So waren 150 Cobra- sowie 100 Wega-Beamte im Einsatz, dazu kamen mehrere 100 Streifenpolizisten sowie Kräfte in zivil. Die Gefahrenabwehr werde mit aller Kraft sichergestellt, sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf. Auch werden in Absprache mit den Partnerländern verstärkt Kontrollen an den österreichischen Grenzen vorgenommen. Weitere Schäden müssen hintangehalten werden, sagte Pürstl.

US-Seite SITE zitiert Aussage eines Jihadisten

Das auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen SITE hat auf seiner Homepage einen Jihadisten zu dem mutmaßlichen Anschlag in Wien zitiert: "Jihadist sagt, der Angriff in Wien ist 'Teil der Rechnung' für die österreichische Beteiligung an der US-geführten Koalition", heißt es dort in einem Satz. Beigestellt ist ein Bild aus der Wiener Innenstadt.

Die USA hatten eine internationale Koalition gegen die Jihadistenmiliz IS (Daesh) ins Leben gerufen. Im Rahmen der Koalition kämpften zeitweise Dutzende Staaten in Syrien und im Irak gegen den IS. Österreich schloss sich auch der Koalition an, leistet aber keinen militärischen Beitrag.

Laut dem Polizeipräsidenten war am Dienstag nach 20 Uhr am Notruf gemeldet worden, dass ein Mann mit einer Schrotflinte schießt. Daraufhin wurden die Einsatzkräfte Richtung Seitenstettengasse, nahe einer Synagoge, beordert. Dort kam es zu einem Schusswechsel, "bei dem ein Kollege schwer verletzt wurde", berichtete Pürstl. "Unseren Spezialeinheiten ist es gelungen, einen schwer bewaffneten Terroristen – ausgestattet mit einem automatischen Sturmgewehr – auszuschalten", sagte Nehammer.

In den weiteren Nachtstunden sei es herausfordernd gewesen, "die Straßen von den Menschen möglichst leer zu bekommen", sagte Pürstl. "Wir waren laufend damit konfrontiert, Sachverhalte am Notruf zu überprüfen", sagte Sörös. Es werde jedem Ermittlungshinweis nachgegangen. Die Wiener Innenstadt wurde jedenfalls zur "roten Zone" erklärt. Diese sei nach internationalen Erfahrungen am anfälligsten für weitere Taten, erläuterte der Sprecher.

📽 Video | Terroranschlag in der Wiener Innenstadt

Großeinsatz in der Wiener Innenstadt

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Vom Vorfall in der Wiener Innenstadt Montagabend kursierten mehrere Videos, die bewaffnete Männer in der Innenstadtstadt zeigten, die wild um sich schießen. Auf einem Video sieht man sogar, wie ein Getroffener – möglicherweise ein Polizist – auf dem Schwedenplatz zu Boden fällt. Ein Mann mit einer Kalaschnikow-ähnlichen Waffe läuft durch eine gepflasterte Gasse und schießt. Aus einem Fenster schreit ein Augenzeuge "Arschloch".

Die Wiener Polizei appellierte, es sollten keine Videos und Fotos von den Vorgängen in sozialen Medien veröffentlicht werden. "Dies gefährdet sowohl Einsatzkräfte als auch Zivilbevölkerung."

Ohrenzeuge: "Die Ängste sind ein Wahnsinn"

Von den Schüssen überrascht wurde auch ein 53-jähriger Niederösterreicher, der Montagabend am Hohen Markt in einem Lokal ein Geschäftsessen hatte. "Wir haben die Schüsse gehört, und dann hat es geheißen, Licht aus, Türen zu", berichtete der 53-Jährige. Daraufhin hatten sich alle Gäste auf den Boden gelegt. "Die Ängste unter den Gästen sind ein Wahnsinn." Verletzt wurde niemand in dem Restaurant.

Ein Großaufgebot von Polizisten kümmerte sich um die Menschen in dem Lokal. Auch Passanten, die auf der Straße unterwegs waren, sollten in das Restaurant gebracht werden, um in Sicherheit zu sein. Dieser Plan wurde dann allerdings wieder geändert. Kurz nach 22 Uhr kam es laut dem Niederösterreicher zu einer Entspannung der Lage, die Polizisten wurden von dort wieder abgezogen. Der Bereich galt laut dem 53-Jährigen als gesichert. Die Beamten riefen die Menschen auf, die Wiener Innenstadt zu verlassen.

Am Bundeskanzleramt und der Präsidentschaftskanzlei wurden Dienstagfrüh die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Auch an allen Ministerien und öffentlichen Gebäuden war das der Fall. National und international zeigten sich Politiker entsetzt über den blutigen Anschlag und erklärten sich solidarisch mit Österreich. Kurz bedankte sich bei den Einsatzkräften und kondolierte den Angehörigen der Opfer. (TT.com, APA)

Reaktionen aus der Politik auf den Anschlag

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Montagabend in einem kurzen TV-Statement den Einsatzkräften gedankt und den Angehörigen der Opfer versichert, dass man in Gedanken bei ihnen sei. Bei internationalen Partnern bedankte sich der Regierungschef für die angebotene Unterstützung.

US-Präsident Donald Trump hat angesichts des Terroranschlags in Wien auf Twitter seine Anteilnahme ausgedrückt. "Unsere Gebete sind bei den Wienern nach einem weiteren abscheulichen Terrorakt in Europa. Diese bösen Angriffe gegen unschuldige Menschen müssen aufhören. Die USA stehen mit Österreich, Frankreich und ganz Europa im Kampf gegen Terroristen, einschließlich radikaler islamischer Terroristen", schrieb der Staatschef, der sich am Dienstag zur Wiederwahl stellt.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich "tief betroffen" über den mutmaßlichen Terroranschlag in der Wiener Innenstadt gezeigt. "Unsere Gedanken und unser Mitgefühl ist bei den Opfern, Verletzten und deren Angehörigen", schrieb Van der Bellen auf Twitter.

"Wir werden unsere Freiheit und Demokratie gemeinsam und entschlossen mit allen gebotenen Mitteln verteidigen", betonte der Bundespräsident. Er stehe mit der Bundesregierung im Austausch. Van der Bellen bedankte sich im Namen der Republik für die Beistandbekundungen internationaler Staats- und Regierungschefs.

Er dankte auch allen Einsatzkräften von Polizei, Rettung und Bundesheer, "die unter Einsatz ihres Lebens unsere Demokratie und Freiheit schützen. Den Bürgerinnen und Bürgern, die noch in der unsicheren Lage in der Innenstadt ausharren müssen, gilt unser Beistand."

Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler hat nach den Anschlägen in der Wiener Innenstadt Montagabend von "schockierendem Terror" gesprochen. "Wir alle teilen die Sorge und Trauer um Opfer und Verletzte", schrieb Kogler auf Twitter. Die Gefahr sei noch nicht gebannt.

"Bitte bleiben Sie zu Hause und folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte", so Kogler. Der Vizekanzler dankte allen Einsatzkräften, die ihr Leben zum Schutz aller Menschen einsetzen, die in Wien leben.

"Unsere Gedanken sind bei unseren Wiener Freunden", schrieb Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am späten Montagabend auf Facebook. Sie verwies darauf, dass aus dem Bundesland zehn Rettungswägen und sechs Notärztinnen und Notärzte zur Unterstützung der Wiener Rettung ausgerückt seien. Zudem richtete Mikl-Leitner ihren Dank an die Einsatzkräfte.

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat sich auf Twitter entsetzt über den Anschlag in Wien gezeigt: "Zutiefst bestürzt haben wir die Informationen über die Schießerei in der inneren Stadt erhalten. Die Bilder sind schockierend und machen uns fassungslos." Auch er appellierte an die Wienerinnen und Wiener, zuhause zu bleiben. Ludwig selbst ist inzwischen beim Krisenstab der Polizei eingetroffen, wie ein Sprecher betonte.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) zeigte sich Montagnacht "zutiefst betroffen" über den Terroranschlag in der Wiener Innenstadt. Terrorismus sei ein Anschlag auf unsere Freiheit und unsere Demokratie - und habe zum Ziel, Menschen in Furcht und Unruhe zu versetzen und letztlich die Gesellschaft zu spalten. Das werde jedoch nicht gelingen, wenn "wir zusammenstehen und der Gewalt nicht weichen", so Sobotka in einer Aussendung.

Der Nationalratspräsident bedankte sich bei allen Einsatzkräften der Polizei, Rettung und des Bundesheeres - und betonte, dass "unsere Gedanken jetzt bei den Opfern, deren Angehörigen und Familien sind".

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner hat sich am Abend "tief erschüttert, fassungslos und entsetzt" über den Anschlag in Wien geäußert. Auf Twitter sprach sie von einem "abscheulichen Terroranschlag".

Auch FPÖ-Obmann Norbert Hofer zeigte sich "entsetzt", er sprach auf Twitter von einem "schrecklichen Terroranschlag". Sein Mitgefühl gelte "allen Opfern der feigen Terroristen".

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger hat sich "geschockt" über den offensichtlichen Terrorakt in Wien gezeigt. "Klar ist, dass unsere offene Gesellschaftsordnung stark ist, stark bleiben wird und wehrhaft solchen Angriffen gegenüber steht", schrieb Meinl-Reisinger auf Twitter.

Das deutsche Außenministerium hat sich entsetzt gezeigt. Es kämen "erschreckende, verstörende Meldungen" aus der österreichischen Hauptstadt, erklärte das Ministerium am Montagabend auf Twitter. "Auch wenn das Ausmaß des Terrors noch nicht absehbar ist: unsere Gedanken sind bei den Verletzten und Opfern in diesen schweren Stunden", hob das Auswärtige Amt hervor. Es fügte hinzu: "Wir dürfen nicht dem Hass weichen, der unsere Gesellschaften spalten soll."

Der deutsche Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz hat angesichts des mutmaßlichen Anschlags am Montagabend in Wien auf Twitter von "entsetzlichen Nachrichten" geschrieben. Er sei "in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen". Seine Solidarität versicherte er "den Bürgerinnen und Bürgern dieser wunderbaren Stadt, den mutigen Einsatzkräften" wünschte er "alles Gute".

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen schrieb auf Twitter ebenfalls von einem "entsetzlichen Angriff". Ihre Gedanken seien "bei den Opfern, ihren Familien und dem ganzen österreichischen Volk. Dänemark steht in dieser schweren Stunde Schulter an Schulter mit Österreich".

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat Montagabend seine Solidarität mit Österreich nach dem Terrorangriff in Wien bekundet. Auf Deutsch und auf Französisch twitterte er: "Wir Franzosen teilen den Schock und die Trauer der Österreicher nach einem Attentat in ihrer Hauptstadt Wien. Nach Frankreich ist es nun ein befreundetes Land, das angegriffen wird. Dies ist unser Europa. Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir werden nicht nachgeben."

EU-Ratspräsident Charles Michel hat die mutmaßliche Terrorattacke in der Wiener Innenstadt als feigen Akt gegen das Leben und die menschlichen Werte verurteilt. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und den Menschen in Wien nach dem schrecklichen Anschlag von heute Abend", teilte Michel am Montag mit. Europa stehe an der Seite Österreichs.

Angesichts des mutmaßlichen Anschlags am Montagabend in Wien hat sich der britische Premierminister Boris Johnson "zutiefst schockiert" gezeigt. "Die Gedanken Großbritanniens sind bei den Menschen in Österreich - wir stehen vereint mit Ihnen gegen den Terror", schrieb Johnson auf Twitter.

Angesichts des mutmaßlichen Anschlags am Montagabend in Wien hat sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen "schockiert und traurig" gezeigt. "Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und der österreichischen Bevölkerung", schrieb sie auf Twitter. "Europa steht in voller Solidarität an Österreichs Seite. Wir sind stärker als Hass und Terror."

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven verurteilte die Tat in der Nähe einer Synagoge. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. Wir müssen uns gemeinsam gegen Angriffe auf unsere offene Gesellschaft wehren", schrieb er auf Twitter.

Ähnlich äußerten sich auch EU-Parlamentspräsident David Sassoli und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. Sassoli kommentierte: "Mit Trauer und Entsetzen verfolgen wir die Nachrichten von einem erneuten Anschlag in Europa". Borrell sprach von einem "feigen Akt von Gewalt und Hass".

Der italienische Minister für europäische Angelegenheiten, Enzo Amendola, hat Montagabend nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt seine Anteilnahme mit den Österreichern erklärt. Er habe viele Jahre lang in Wien gelebt. Nun den Angriff auf Wien sehen zu müssen, schmerze ihn sehr. "Wir stehen an der Seite des österreichischen Volkes, vereint gegen den Terror" twitterte er.

Nach dem mutmaßlichem Anschlag in Wien hat sich auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez zu Wort gemeldet. "Hass wird unsere Gesellschaft nicht verbiegen. Europa wird dem Terrorismus standhalten", schrieb Sanchez am Montagabend auf Twitter. Er sprach von einem "sinnlosen Anschlag" und versicherte "Solidarität mit dem österreichischen Volk".

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte hat die mutmaßliche Terrorattacke in der Wiener Innenstadt verurteilt. "Es gibt keinen Platz für Hass und Gewalt in unserem gemeinsamen europäischen Haus", schrieb Conte auf Twitter. Er drückte dem österreichischen Volk, den Familienangehörigen der Toten und den Verletzten seine Nähe aus.

"Ich habe viele Jahre in Wien gelebt. Der Angriff auf diese Stadt ist ein schrecklicher Schmerz für mich. Wir stehen an Seite des österreichischen Volks: Geschlossen gegen den Terror", kommentierte der italienische Europaminister Enzo Amendola.

Der aus Italien stammende EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat angesichts des mutmaßlichen Terrorakts in Wien erklärt, er verfolge mit "Horror" die jüngsten Ereignissen. Er drückte den Österreichern seine Anteilnahme aus. "Ich habe eine Gewissheit: Europa wird stärker und geschlossener denn je reagieren", twitterte der frühere italienische Regierungschef.

Das Außenministerium in Rom verfolgt "mit größter Sorge die fürchterlichen Nachrichten aus Wien". "Italien ist dem österreichischen Volk und der Regierung in Wien nahe. Wir verurteilen mit Strenge die terroristische Barbarei", hieß es in einem Tweet des italienischen Außenamts.

Der Chef von Italiens rechter Oppositionspartei Lega, Matteo Salvini, hat den Anschlag in Wien verurteilt. "Terror im Herzen Wiens, Schüsse vor der Synagoge, Tote und Verletzte: Wir verfolgen die Entwicklungen mit Sorge: Wir sind den Wienern und dem österreichischen Volk nahe", schrieb Salvini auf Facebook.


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