Umfrage: Wirtschaft in der Eurozone stagnierte im Oktober

In Frankreich, Italien und Spanien geht es nach einer leichten Erholung schon wieder bergab. Deutschland ist laut einer IHS Markit-Umfrage noch in der Wachstumszone.

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Berlin – Die Wirtschaft im Euroraum stagniert unter dem Eindruck der Coronakrise. Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, fiel im Oktober zum Vormonat um 0,4 auf 50,0 Punkte, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Firmenumfrage des Instituts IHS Markit hervorgeht. Damit liegt das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer genau auf der Wachstumsschwelle von 50.

"Aufgrund der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Corona-Infektionswelle kam der Aufschwung der Eurozone im Oktober zum Erliegen", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. "Und da die Lockdown-Maßnahmen wieder verstärkt wurden, wird es zunehmend schwer auszumachen, wie die Wirtschaft der Eurozone einen Rückfall in die Rezession vermeiden könnte." In Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien gehe es "schon wieder bergab".

Der Markit-Indikator für Deutschland verharrte im Oktober mit 55,5 Punkten in der Wachstumszone und legte zum September-Wert von 54,7 sogar noch ein wenig zu. "Dies war einzig und allein dem anhaltend kräftigen Aufwärtsschub bei den Herstellern zu verdanken, denn die Geschäftstätigkeit auf Dienstleisterseite ist im Umfragemonat leicht zurückgegangen", teilte Markit mit. Das Barometer der Dienstleistungsbranche rutschte von 50,6 auf 49,5 Zähler. (APA)


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