WSG Tirol fand beim 1:0 gegen St. Pölten auf die Siegerstraße zurück

Die WSG Tirol feierte beim 1:0 beim SKN St. Pölten am Samstagabend dank Goldtorschütze Florian Rieder den zweiten Saisonsieg in der Bundesliga. Nach Gelb-Rot für Rogelj spielte die Silberberger-Elf rund eine halbe Stunde in Unterzahl. Auch der Trainer musste auf die Tribüne.

Florian Rieder durfte über seinen ersten Bundesligatreffer jubeln - es war auch gleich ein ganz wichtiger.
© GEPA pictures/ Walter Luger

St. Pölten – Die WSG Tirol kehrte am Samstag nach drei Spielen ohne vollen Erfolg auf die Siegerstraße zurück. Beim 1:0 auswärts gegen den SKN St. Pölten erzielte Florian Rieder in der 31. Minute den entscheidenden Treffer.

Die Tiroler ließen sich auch von einer überharten gelb-roten Karte für Außenverteidiger Zan Rogelj nach wiederholtem Foulspiel (59.) nicht aus der Ruhe bringen und brachten den knappen Vorsprung mit aufopferungsvollem Kampf über die Zeit.

⚽ tipico Bundesliga, 7. Spieltag

SKN St. Pölten - WSG Tirol 0:1 (0:1)

  • Tor: Rieder (31.)
  • Gelb-Rot: Rogelj (59.)

SCR Altach - Austria Wien 0:0

SV Ried - TSV Hartberg 2:0 (1:0)

  • Tore: Nutz (17.), Paintsil (52.)

Sonntag: WAC - Sturm Graz 14.30 Uhr, LASK - FC Admira 14.30 Uhr, Rapid Wien - FC Red Bull Salzburg 17.00 Uhr

Zum Spielverlauf: Bei den Gastgebern musste Trainer Robert Ibertsberger nach Corona-Schnelltests zwei Stunden vor dem Anpfiff und in Summe drei coronabedingten Ausfällen kurzfristig umdisponieren. Lukas Grozurek rückte anstelle von Alexander Schmidt in die Offensive, von der bis zum Platzverweis mit Ausnahme eines schwachen Abschlusses von Robert Ljubicic (23.) kaum etwas zu sehen war.

Die WSG stand defensiv gut und setzte mit schnellem Umschaltspiel zunächst auch offensiv die Akzente. Zlatko Dedic nutzte die erste Gelegenheit zur vermeintlichen Führung, doch der im Abseits und vor SKN-Goalie Christoph Riegler stehende Rogelj griff ins Spielgeschehen ein (14.).

Rieder bedankte sich mit erstem Bundesligator

Die verdiente Führung glückte den Gästen in der 31. Minute. Nach einer Maßflanke von Fabian Koch legte Rieder den Ball überlegt an Riegler vorbei. Der 24-Jährige, der von WSG-Trainer Thomas Silberberger für seine Trainingsleistungen mit dem ersten Startelf-Einsatz in dieser Saison belohnt worden war, erzielte sein erstes Bundesligator überhaupt.

Ein hochverdienter Auswärtssieg. Wir haben uns heute endlich einmal belohnt. Bis zum Ausschluss waren wir klar die bessere Mannschaft, haben es allerdings verabsäumt, den Vorsprung auszubauen. Mit dem Ausschluss dann war St. Pölten drückend. Aber auch mit zehn Mann haben wir heldenhaft verteidigt und eigentlich nur eine Großchance zugelassen - und selber eine Topkonterchance liegen gelassen.
Thomas Silberberger, WSG-Trainer

Die Tiroler verpassten danach das leicht mögliche 2:0. Es gab Chancen durch Dedic (35., 49.), der jeweils an Riegler scheiterte, Petsos, der volley mit Rücklage über das Tor feuerte (44.), David Gugganig (47./Kopfball) und Kelvin Yeboah (49.), dessen Schuss von Daniel Drescher noch geblockt wurde.

Nach einer Stunde nahm das Spiel nach Gelb-Rot für Rogelj (jeweils Foulspiel) eine neue Wendung. Auch WSG-Trainer Silberberger wurde nach Kritik im Zuge dessen auf die Tribüne verbannt. St. Pölten setzte zum Sturmlauf an, vermochte die mit zwei massiven Viererketten verteidigenden Tiroler aber nicht zu knacken. Kofi Schulz scheiterte mit der besten Möglichkeit an WSG-Goalie Ferdinand Oswald (78.).

Ried besiegte Hartberg, Nullnummer in Altach

Mit nun acht Zählern aus sieben Spielen schob sich die Silberberger-Elf in der Tabelle auf Rang sieben vor. Nach der Länderspielpause hat die WSG am 22. November (14.30 Uhr) Schlusslicht Admira im Tivoli zu Gast.

In den weiteren Samstagsspielen der Bundesliga setzte sich Aufsteiger Ried zuhause überraschend gegen Hartberg mit 2:0 durch. Beim Duell Altach gegen Austria Wien fielen keine Tore. (pim, APA)


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