WSG Tirol geht nach Sieg entspannt in die Länderspielpause

Dank des zweiten Saison-Auswärtssieges liegt die WSG Swarovski Tirol nach sieben Runden vier Punkte vor Schlusslicht Admira. Trainer Thomas Silberberger sprach von einem „super-stabilen Auftritt".

Starker Auftritt: Nicht nur wegen seines ersten Bundesliga-Tores darf Flo Rieder mit positiven Gedanken in die Länderspielpause gehen.
© GEPA pictures/ Manuel Binder

Von Tobias Waidhofer

Wattens – Da musste Thomas Silberberger schon tief in seinen Erinnerungen kramen. Ob er im Lauf seiner Trainerkarriere früher schon einmal auf die Tribüne geschickt wurde? „Hmm, ich glaub’, in meiner Zeit als Kufstein-Trainer einmal, aber das war ja fast schon vor dem Krieg“, hatte der Trainer der WSG Tirol seinen Humor schnell wiedergefunden, nachdem er sich in Sachen Schiedsrichter am Vortag noch selbst einen Maulkorb auferlegt hatte.

Am Sonntag fand er dann selbstkritische Worte: „Das war sicher kein Glanzlicht von mir.“ Aber naturgemäß liegen auch auf der Trainerbank manchmal die Nerven blank. Vor allem wenn eine Mannschaft trotz klarer Überlegenheit nur mit einem Tor Abstand führt und schließlich eine halbe Stunde in Unterzahl bestreiten muss.

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„Eigentlich muss es zum Zeitpunkt des Ausschlusses (Gelb-Rot gegen Zan Rogelj 59. Minute, Anm.) 2:0 oder 3:0 für uns stehen. So kann natürlich immer was passieren, wir haben das aber gut verteidigt.“ Insgesamt sei es ein „super-stabiler Auftritt gewesen, wir hatten vorne Tempo, Leute wie Behounek, Petsos und Celic haben zudem strategische Fähigkeiten gezeigt. Das war schon ein Quantensprung.“

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Angesprochen auf Goldtorschütze Flo Rieder, der sich wohl das letzte Mal am 26. Oktober 2019 bei einem Auswärtssieg in Wien derart auffällig präsentiert hatte, meinte der Wörgler Trainer mit einem Augenzwinkern: „Ich hoffe, es dauert nicht wieder ein Jahr, bis er so ein gutes Spiel macht.“ Starke Trainingsleistungen hatten ihn zuletzt in die Start­aufstellung rutschen lassen, dafür bedankte er sich mit seinem Premieren-Treffer in Liga eins: „Für das erste Bundesliga-Tor war es jetzt ohnehin einmal Zeit. Ich bin jetzt sehr froh, dass es passiert ist“, sagte der Innsbrucker.

Froh war man im WSG-Lager auch über die wichtigen drei Punkte vor der Länderspielpause. So konnte man gestern entspannt auf den kommenden Gegner Admira (0:4-Niederlage gegen den LASK) blicken. Für David Schnegg und Nemanja Celic (beide ÖFB U21) sowie Zan Rogelj (Slowenien U21) geht’s indes auf Reisen.

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