Österreich unterstützt syrische Flüchtlinge in Jordanien und Libanon

Beim Ministerrat soll heute beschlossen werden, Hilfsprojekte österreichischer Nichtregierungsorganisationen für syrische Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien mit insgesamt einer Million Euro zu unterstützen.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hat der Libanon rund 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen.
© Mahmoud ZAYYAT / AFP

Wien – Zur Linderung der humanitären Krisen in Jordanien und Libanon stellt die Bundesregierung neue Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung. Beim Ministerrat am Mittwoch werde beschlossen, Hilfsprojekte österreichischer Nichtregierungsorganisationen für syrische Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien mit insgesamt einer Million Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds zu unterstützen, teilte das Außenministerium mit.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hat der Libanon rund 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. Die ohnehin prekäre wirtschaftliche Situation im Libanon wurde durch die Folgen der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut vom August weiter verschlimmert. In Jordanien sind bei einer Gesamtbevölkerung von 9,5 Millionen rund 750.000 als Geflüchtete registriert. Über 90 Prozent von ihnen leben in Armut, durch die Corona-Pandemie spitzt sich ihre Einkommens- und Erwerbssituation dramatisch zu.

"Wir helfen direkt in den Krisenregionen des Nahen Ostens, um eine bessere Versorgung syrischer Flüchtlinge in der Nähe ihrer Heimat sicherzustellen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) laut Aussendung. "Der Libanon ist kleiner als Oberösterreich, hat aber weltweit die meisten Flüchtlinge pro Kopf aufgenommen", sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Außenminister Alexander Schallenberg betonte: "Allein in den Jahren 2019 und 2020 haben wir bisher knapp 15 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für diese besonders herausgeforderte Region zur Verfügung gestellt. Ich kann versichern, dass wir dieses Engagement auch künftig fortführen und weiter vor Ort helfen werden." (APA)


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