Goldschakal bei toten Lämmern in Assling nachgewiesen

Bereits zum dritten Mal wurde jetzt genetisch der Nachweis eines Goldschakals in Tirol erbracht. Das Tier soll im Oktober in Assling zwei Lämmer gerissen haben.

Goldschakale breiten sich in Europa immer mehr aus.
© Janez Tarman

Assling – Offenbar wird der Goldschakal in Tirol immer mehr heimisch. Anhand neuer Proben von zwei toten Lämmern, die am 16. und am 23. Oktober 2020 aus dem Gemeindegebiet von Assling in Osttirol gemeldet worden waren, wurde durch genetische Untersuchungen ein Goldschakal als Verursacher festgestellt. Bereits im Frühsommer 2019 wurde im Osttiroler Pustertal ein Goldschakal anhand von Bildern sowie von Haaren und Losung nachgewiesen. Anfang September dieses Jahres gab es auch im Gemeindegebiet von Sölden einen genetischen Nachweis von einem Goldschakal.

Der Goldschakal (Canis aureus) gehört zur Überfamilie der Hundeartigen und ist mit einer durchschnittlichen Schulterhöhe von 44 bis 50 Zentimetern etwas größer als ein Fuchs. Goldschakale werden zehn bis 15 Kilo schwer. Seit etwa 2010 breiten sich die Tiere über ganz Europa aus. Sie sind Allesfresser. Auch Kadaver sowie pflanzliche Nahrung werden gefressen. Hauptbeute sind kleine bis mittelgroße Säugetiere wie Mäuse oder Hasen, aber auch größere Tiere. Maßnahmen zum Herdenschutz gegen Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere sind auch geeignet, um Goldschakale abzuhalten, teilt das Land in einer Aussendung mit. (TT.com)

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