Humanic entschuldigt sich nach Wirbel für Rabattaktion: „Kurzsichtige Aktion"

Kurz vor dem Lockdown wollte Humanic am Samstag das Geschäft mit einer 50-prozentigen Rabattaktion noch einmal ankurbeln. Ein Ansturm und heftige Kritik folgten. „Es gibt nichts schönzureden. Die Kritik schmerzt und sie ist berechtigt", reagierte nun die Schuhkette.

Menschenschlange vor einem Humanic-Geschäft in der Kärntnerstraße in der Wiener Innenstadt aufgenommen am Samstag.
© HELMUT FOHRINGER

Wien – Eine 50-Prozent-Rabattaktion des Schuhhändlers Humanic hat am Samstag einen regelrechten Ansturm in den Filialen ausgelöst und in Sozialen Netzwerken für heftige Kritik gesorgt.

Die Schuhkette bereut die "kurzsichtige Aktion". "Es gibt nichts schönzureden. Wir entschuldigen uns. Die Kritik schmerzt und sie ist berechtigt!", heißt es in einem Statement auf Facebook. Das Unternehmen habe die Resonanz "völlig unterschätzt".

"Mit einem derartigen Ansturm war auch aufgrund aller uns vorliegenden Erfahrungswerte nicht im Entferntesten zu rechnen", so Humanic. Man wollte Kunden vor dem Corona-Lockdown noch eine Freude bereiten, anstatt auf der Winterware sitzen zu bleiben.

Die Kritik an der Aktion war auch am Montag noch nicht abgeebbt. "Massen in die Stores zu locken ist in der derzeitigen Situation einfach nur unangebracht!", schreibt eine Userin auf Facebook. Humanic zeigte sich reumütig: "Wir bedauern diesen Fehler zutiefst und möchten uns bei allen, bei denen durch den großen Andrang Irritationen entstanden sind, in aller Form entschuldigen."

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Als österreichisches Traditionsunternehmen mit 2200 Beschäftigten sei man in der aktuellen Situation sehr herausgefordert. "Wir machen unsere Umsätze derzeit überwiegend noch im stationären Geschäft. Wir und auch zahlreiche weitere österreichische Unternehmen leben vom Saisongeschäft. Es gibt ein Zeitfenster, in dem die Bevölkerung saisonale Winterartikel kauft. Das ist üblicherweise genau jetzt", so die Schuhhandelskette. Das Unternehmen arbeite nun an neuen Rabattangeboten für den Onlineshop. (TT.com, APA)


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