Spar, Hofer und Lidl belassen Sortiment im Lockdown

Die meisten großen Lebensmittel-Handelsketten werden ihr Sortiment unverändert anbieten. Man werde das Sortiment im Corona-Lockdown nicht einschränken, betonen Spar, Hofer und Lidl in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Billa-Mutter Rewe stellt hingegen den Verkauf von Non-Food-Artikeln (das sind etwa Textilien, Geräte oder Spielzeug) ein.

Supermarktketten wie Spar, Hofer und Lidl wollen weiterhin Non-Food-Artikel verkaufen.
© Foto Rudy De Moor

Wien/Wiener Neudorf/Salzburg – Spar, Hofer und Lidl wollen ihr Sortiment im Corona-Lockdown nicht einschränken. Ab der morgen gültigen COVID-19-Notmaßnahmenverordnung dürfen Supermarktketten und Diskonter nur mehr ihr "typisches Warensortiment" anbieten.

Beim ersten Lockdown führte der Verkauf von Heimwerkerzubehör, Sportgeräten und -textilien, Gartenprodukten und Spielzeug durch die Supermarktketten zu großem Unmut von anderen Händlern, die geschlossen halten mussten.

"Sortimentsbeschränkung wäre gesetzeswidrig"

"Eine Beschränkung der bei Interspar, Hofer und Lidl Österreich seit Jahrzehnten üblichen Sortimente, wäre gesetz- und verfassungswidrig", so die Händler in einer gemeinsamen Aussendung am Montagnachmittag. Zur Grundversorgung der Bevölkerung würden diese Sortimente auch während des Lockdowns weiterhin verkauft. "Diese Vorgehensweise wurde eingehend rechtlich geprüft", heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme. "Würde Spar, Hofer und Lidl der Verkauf von Non-Food-Sortimenten untersagt werden, würden sie keine Entschädigung erhalten."

"Eine Sortimentsbeschränkung im Lebensmittelhandel wäre gesetzeswidrig, weil der Gesundheitsminister laut COVID-19-Maßnahmengesetz zwar eine Schließung von Geschäften verordnen kann. Er hat jedoch keine Ermächtigung, bei denen, die geöffnet haben, eine Sortimentsbeschränkung vorzunehmen", argumentieren Spar, Hofer und Lidl. Rewe (Billa, Merkur, Adeg, Penny) hat im Vergleich einen relativ niedrigen Anteil an Non-Food-Artikel. (TT.com, APA)


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