Nach Streit um Rechte: Taylor Swift nimmt alte Songs neu auf

Monatelange streitet sich Taylor Swift mit ihrem ehemaligen Manager um die Rechte an ihren ersten Alben. Der hatte ihre Musik ohne ihr Wissen weiterverkauft. Nun nimmt die US-Sängerin die alten Songs kurzerhand noch einmal neu auf.

Taylor Swift weiß sich zu helfen.
© AFP

Los Angeles – US-Sängerin Taylor Swift nimmt nach einem Streit um die Musikrechte für ihre früheren Alben nun wieder alte Musik neu auf. Sie habe kürzlich damit begonnen, und dieser Vorgang sei „aufregend und schöpferisch erfüllend", teilte der Popstar auf Twitter mit. Die Fans könnten „viele Überraschungen" erwarten. In der längeren Mitteilung spricht Swift über ihren gescheiterten Versuch, seit 2019 die Rechte an ihren früheren Alben und Masterbändern ihrer Songs zurückzugewinnen.

Sie kritisierte erneut den Musikmanager Scooter Braun, dem sie unfaire Praktiken vorwirft. Eine Holding Brauns hatte 2019 Swifts früheres Plattenlabel Big Machine – und damit auch die Rechte an Swifts Alben – für mehr als 300 Millionen Dollar erworben. Es war ein zweiter Verkauf ohne ihr Wissen, so die Sängerin. Unter anderem wurde ihr daraufhin die Aufführung ihrer Songs bei den „American Music Awards" im vergangenen Jahr verwehrt. Dort wollte sie eigentlich ein Medley ihrer Hits spielen.

Swift veröffentlichte ihre ersten sechs Studioalben zwischen 2006 und 2017 bei Big Machine, bevor sie zu Universal Music wechselte. Die zehnfache Grammy-Gewinnerin releaste 2019 mit „Lover" ihr siebtes Studioalbum, gefolgt von „Folklore" im vergangenen Juli. Dieser Longplayer kam unangekündigt. „Überraschung, heute um Mitternacht werde ich mein achtes Studioalbum veröffentlichen", schrieb die 30-jährige Sängerin wenige Stunden vor dem Release auf Twitter. Sie habe alle ihre „Launen, Träume, Ängste und Überlegungen" in die 16 Songs hineingesteckt, erklärte sie.

Taylor Swift gilt als eine der erfolgreichsten Musikerinnen der Welt. Lange galt sie als eine Vorzeige-Frau des vor allem bei Weißen in den USA beliebten Countrypop. Mit politischen Äußerungen hielt sie sich viele Jahre zurück. Doch inzwischen setzt sich Swift nicht nur für die Rechte an ihrer eigenen Musik ein, sondern positioniert sich auch klar politisch, so zum Beispiel gegen den nun scheidenden US-Präsidenten Donald Trump und Rassismus. (dpa)

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