Plüschtiere im Test: Nur die Hälfte ist reif für Weihnachten

Im Test konnten die populären Weihnachtsgeschenke für die jüngere Generation nur teilweise bestehen. Die Hälfte der Plüschfiguren ist laut Experten aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht zu empfehlen.

Von den getesteten Plüschtieren konnten nicht alle überzeugen.
© Konsument

Wien – Pünktlich vor der Weihnachtszeit haben Konsumentenschützer 16 Plüschspielzeuge genauer unter die Lupe genommen. Dabei haben sie im Gegensatz zu vorangegangenen Untersuchungen kaum gesundheitsgefährdende Schadstoffe feststellen können. Trotzdem sind acht von 16 Produkten von 10 bis 50 Euro laut den Experten „nicht zu empfehlen". Die Tester des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) begründen das in der Dezember Ausgabe des Magazins Konsument mit Sicherheitsmängeln.

Weniger Schadstoffe, aber andere Gefahrenpotenziale

Die 16 weich gefüllten Figuren und Tiere wurden rund 210 mechanischen und 1000 chemischen Untersuchungen unterzogen. Dabei wurden in manchen Accessoires oder Zusatzmaterialien noch Schadstoffe wie Naphtalin und Nonylphenolethoxylate entdeckt. Krebserzeugendes Chrysen – ein polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff, mit dem im Jahr 2016 noch 43 Prozent der damals kontrollierten Plüschtiere belastet waren – wurde aber nicht gefunden.

Diese Plüschtiere wurden getestet:

  • Depesche Snukis Einhorn Stella
  • Die Spiegelburg Grolltroll by Aprilkind
  • Heunec Henry
  • Ikea Djungelskog Orang-Utan
  • Käthe Kruse Hase Pino Schlenkertier
  • Nici Pferd Black Cassis 25 cm
  • Schmidt Spiele Sorgenfresser Ping
  • Senger Naturwelt Schlenkertier Bär braun
  • Sigikid Sweety Löwe Silvio Savanne
  • Simba Die Eiskönigin 2 Olaf 50 cm
  • Spiele Max Smiki Lama 38 cm
  • Steiff Hoppel Hase rosa 20 cm
  • Sterntaler Spieltier Mabel
  • Teddy Hermann Siamkatze 36 cm, liegend
  • Ty Flippables Einhorn Diamond
  • WWF Kaiserpinguin 20 cm

>> Hier geht's zum vollständigen Test.

Trotzdem wurde nur ein „Sehr gut" sowie sechs Mal die Note „Gut" vergeben und ein Produkt als durchschnittlich beurteilt. Acht weitere Figuren schnitten „weniger zufriedenstellend" oder „nicht zufriedenstellend" ab. Mehrere Produkte seien nicht sicher, weil sich verschluckbare Kleinteile lösten, der Plüsch zu leicht entflammbar ist oder weil die Spielzeuge so gestaltet sind, dass kleine Kinder sich damit strangulieren könnten, kritisierten die Konsumentenschützer.

Verpackung als Manko

Zwei Produkte fielen durch, obwohl Hase und Bär an sich in Ordnung sind. Sie kommen aber in Sackerln aus dünner Kunststofffolie verpackt. „Gelangt diese beim Auspacken auf Mund und Nase, kann sie so haften bleiben, dass Kinder sie nicht mehr entfernen und darunter ersticken können", meinen die Experten. Beide Hersteller kündigten an, künftig Sackerl mit dickerer Folie bzw. Karton zu verwenden. (APA, TT.com)

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Kommentieren


Schlagworte