Security-Mitarbeiter versuchte Passantinnen in Innsbruck zu erpressen

Drei Frauen wurden in der Innsbrucker Innenstadt von einem Mann angesprochen, der Strafen für ein fehlendes Radlicht oder Verstöße gegen die Corona-Regeln verhängen wollte. Die Polizei sucht nach weiteren Opfern.

Symbolbild.
© kristen-images.com / Michael Kri

Innsbruck – Erpressung wird aktuell einem Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in Innsbruck vorgeworfen, berichtet die Polizei. Sie sucht nun nach möglichen weiteren Opfern. Anlass der Ermittlungen war der Bericht einer 24-Jährigen, die vor etwa zwei Wochen (3. November) zu Fuß durch die Innenstadt ging und von dem Mann angesprochen wurde.

Er war mit seinem Dienstwagen unterwegs und teilte der Passantin mit, dass sie gegen die Lockdown-Bestimmungen verstoßen habe und darum mit einer Strafe von 350 Euro rechen müsse. Als sie verlangte, die Polizei hinzuzuziehen, schüchterte der Security-Mitarbeiter sie ein und sagte, dass es dann sicher eine Anzeige geben würde. Daraufhin wollte er sich die Daten der Frau notieren, um sie später wegen der Strafe zu kontaktieren. Sie kam dieser Aufforderung jedoch nicht nach und ging weiter, wie die Polizei schildert.

Auch zwei Radlerinnen bedrängt, Verdächtiger nicht geständig

Nachdem die 24-Jährige Anzeige bei der Polizei erstattete, konnten die Beamten zwei weitere Opfer sowie einen 25-jährigen Verdächtigen ausforschen. Bei den beiden Opfern handelt es sich ebenfalls um 24-jährige Frauen, sie waren am 9. September gegen 1 Uhr nachts mit ihren Fahrrädern in der Altstadt unterwegs. Es kam zu einem ähnlichen Szenario: Der Mann hielt die Frauen auf, warf ihnen vor, ohne Licht unterwegs zu sein und sprach von 100 Euro Strafe. Da sie kein Bargeld bei sich hatten, nahm er ihre Daten auf und kündigte an, sich telefonisch wegen der Geldübergabe zu melden. Laut Polizei schüchterte der 25-Jährige die Radlerinnen stark ein und drohte, die Polizei einzuschalten bzw. Anzeige zu erstatten.

Zu einer Kontaktaufnahme oder Geldübergabe kam es letztendlich bei keinem der Opfer. Der Beschuldigte zeigte sich bei der Einvernahme nicht geständig. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei Innsbruck-Hötting zu melden: 059133-7582. (TT.com)


Schlagworte