Elfte Epidemie eingedämmt: Kongo erklärte Ebola-Ausbruch für beendet

Laut der Regierung des Kongo wurde Ebola wieder erfolgreich eingedämmt. Dabei waren Impfstoffe essenziell, die dort verteilt wurden. Erkenntnisse daraus dürften auch für Covid-19 relevant werden.

(Symbolfoto)
© ZACHARIAS ABUBEKER

Kinshasa – Die Regierung des zentralafrikanischen Kongo hält den Ebola-Ausbruch im Westen des Landes für besiegt. "Ich freue mich, das Ende der elften Epidemie des Ebola-Virus in der Provinz Equateur feierlich zu verkünden", sagte Gesundheitsminister Eteni Longondo am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

Er führte den Erfolg auf die Verfügbarkeit von Impfstoffen und Behandlungen sowie darauf zurück, dass Versorgungszentren näher an die Ortschaften herangerückt wurden. Bei dem Ausbruch wurden seit Juni 130 Menschen infiziert, 55 starben.

Mediziner impften etwa 40.000 Menschen in Gemeinden, die über die Regenwälder verstreut sind, in denen es oft an Elektrizität mangelt. Sie nutzten dabei moderne Technologie, um die Impfstoffe bei Temperaturen von bis zu -80 Grad Celsius zu halten, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte. "Die Technologie, die verwendet wird, um den Ebola-Impfstoff bei super-kalten Temperaturen zu halten, wird hilfreich sein, wenn ein Covid-19-Impfstoff nach Afrika gebracht wird", sagte die Afrika-Direktorin der WHO, Matshidiso Moeti.

Seitdem das Virus 1976 in der Nähe des Ebola-Flusses entdeckt wurde, gab es im Kongo bereits elf Ebola-Ausbrüche - mehr als doppelt so viele wie in jedem anderen Land. Seine Regenwälder sind ein natürliches Reservoir für das Virus, das schweres Erbrechen und Durchfall verursacht und durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten verbreitet wird. (APA, Reuters)


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