Tirolerin Flock feierte überlegenen Sieg beim Weltcup-Auftakt in Sigulda

Die 31-jährige Rumerin gewann den ersten zweier Weltcup-Bewerbe im lettischen Sigulda mit 0,83 Sekunden Vorsprung.

Janine Flock war beim Weltcup-Auftakt eine Klasse für sich.
© GEPA pictures/ Ulrich Gamel

Sigulda – Zuletzt rund sechs Wochen Skeleton-Training in Sigulda haben sich für Janine Flock ausgezahlt. Die Tirolerin gewann am Freitag den Weltcup-Auftakt auf der technisch schwierigen Bahn überlegen 0,83 Sek. vor der Niederländerin Kimberley Bos, die drittplatzierte lettische Lokalmatadorin Endija Tarauda hatte bei ihrem Weltcupdebüt 1,40 Sek. Rückstand. Flock hatte in Lauf eins Bahnrekord fixiert. Nächsten Freitag hat sie bei einem erneuten Sigulda-Weltcup die Chance, nachzulegen.

"Einfach nur happy", war Flocks erste Reaktion auf Facebook. Sie hatte in 51,49 Sek. den Bahnrekord der Russin Jelena Nikitina um 0,36 Sek verbessert. Die Europameisterin war im corona-bedingten Abwesenheit Aktiver aus USA, Kanada, China, Neuseeland, Australien und Südkorea mit Rang neun (+2,09) unter den schwer Geschlagenen. In diese Kategorie sind auch Weltmeisterin Tina Hermann (+1,69) und deren deutsche Landsfrau und Weltcupgesamtsiegerin Jacqueline Lölling (1,80) als Siebente und Achte zu zählen.

Schon am 9. Oktober war die nun bei sieben Weltcupsiegen haltende Flock per knapp 2.000 Kilometer langer Autofahrt im Baltikum angekommen. Ihr ursprünglich für rund zwei Wochen geplante Trip wurde letztlich in etwa verdreifacht, da ein geplanter Trainingsaufenthalt in Deutschland wegen der Corona-Pandemie nicht sinnvoll schien. Auch in Lettland wird strikt auf Corona-Freiheit geachtet, Österreichs männliche Bobfahrer mussten diese Woche wegen positiver Fälle wieder abreisen.

Flock war primär mit ihrer Fahrt in Lauf eins bis Kurve 11 zufrieden. "Dort wollte ich es im zweiten dann unbedingt besser machen, was mich aber in der 12 und 13 in Schwierigkeiten gebracht hat", sagte sie. Sofort wurden bei ihr Erinnerungen an einen neulich erlittenen Trainingssturz wach. "Da sieht man einfach, wie herausfordernd diese Bahn ist." Besonders froh stimmten die Heeressportlerin ihre guten Startzeiten: "Die harte Athletik-Arbeit hat sich ausgezahlt."

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Schon am 9. Oktober war die nun bei sieben Weltcupsiegen haltende Flock per knapp 2.000 Kilometer langer Autofahrt im Baltikum angekommen. Ihr ursprünglich für rund zwei Wochen geplante Trip wurde letztlich in etwa verdreifacht, da ein geplanter Trainingsaufenthalt in Deutschland wegen der Corona-Pandemie nicht sinnvoll schien. Auch in Lettland wird strikt auf Corona-Freiheit geachtet, Österreichs männliche Bobfahrer mussten diese Woche wegen positiver Fälle wieder abreisen.

Dem entging Skeletoni Florian Auer, Bob-Pilotin Katrin Beierl sowie eben Flock. Die Gesamtweltcupzweite sowie EM- und WM-Dritte der vergangenen Saison wird von ihrem Lebensgefährten Matthias Guggenberger betreut, unter dessen Fittichen wiederum auch die lettischen Asse Martins und Tomass Dukurs stehen. Außerdem steht Flock auch Österreichs neuer Nationalcoach Walter Stern zur Seite. Die Olympia-Vierte 2018 markierte letztlich auch in Lauf zwei Bestmarke, wobei die Zeiten allgemein langsamer waren.

Flocks Trainer-Freund Guggenberger durfte gestern übrigens gleich zwei Mal jubeln. Die von ihm betreuten Letten feierten durch Martins Dukurs einen Heimsieg. Der Tiroler Florian Auer, der nach dem negativen Corona-Test von Samuel Maier der einzige ÖBSV-Herr am Start war, landete auf dem 14. Rang.


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