Gut zu wissen: So ist die Ein- und Ausreise in die "rote Zone" Südtirol geregelt

Südtirol gilt aufgrund der momentanen Ausbreitung des Coronavirus als „rote Zone". Aus diesem Grund braucht man für die Ein- und Ausreise triftige Gründe. Diese müssen sogar mit einer Eigenerklärung belegt werden. Durchfahrten durch Südtirol zwischen Ost- und Nordtirol sind weiterhin möglich.

Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Nordtirol und Südtirol haben noch immer sehr bedeutende Verbindungen. Unter anderem haben viele Menschen Familienangehörige und Lebenspartner in unserem südlichen Nachbargebiet. Die Einreise nach und die Ausreise aus Südtirol sind derzeit jedoch nur aus spezifischen Gründen erlaubt, meldete das Land Tirol in einer Aussendung am Donnerstag.

⬇️ Hier die wichtigsten Fragen und Antworten dazu ⬇️

❓ Aus welchen Gründen darf man aktuell nach Südtirol reisen?

Das Land Tirol nennt fünf Gründe, die eine Einreise nach Südtirol erlauben. Diese sind:

  • Arbeit und Studium
  • Notwendige und dringende Pflege von pflegebedürftigen Personen
  • Die Wahrnehmung von Obsorgepflichten
  • Die Rückkehr an den eigenen Wohnort
  • Gesundheitliche Gründe

❓ Wie können diese Gründe belegt werden?

Vor einer Einreise nach Südtirol muss man eine Eigenerklärung samt Anhang verfassen und unterzeichnen. Ein Formular dafür gibt es auf der Homepage des italienischen Außenministeriums:

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Die Eigenerklärung zum Download

❓ Was beinhaltet diese Eigenerklärung?

Die Eigenerklärung beinhaltet folgendes:

  • Persönliche Daten.
  • Eine Bestätigung der Kenntnisnahme italienischer Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19.
  • Eine Bestätigung, dass man nicht positiv auf Covid-19 getestet wurde oder eine Quarantäne nach positiver Testung nach allen Regeln befolgt und beendet hat.
  • Eine Angabe des Abreiseorts sowie des Transportmittels, inklusive Autotyp und Kennzeichen. Gegebenenfalls auch Daten vom öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Eine Liste der in den letzten 14 Tagen durchquerten Länder und Gebiete.
  • Einen Grund für die Einreise nach Italien.
  • Eine Zustimmung eines möglichen Abstrichs bei einer Gesundheitsbehörde oder alternativ einer 14-tägigen Gesundheitsüberwachung und Isolation auf Vertrauensbasis.
  • Die Angabe einer Festnetz- oder Handynummer (im Falle einer Gesundheitsüberwachung und Isolation auf Vertrauensbasis).
  • Ort, Datum und Unterschrift.

❓ Wofür ist der Anhang?

Im Anhang steht die „Anti-Covid-Gesetzgebung bei Rückkehr aus dem Ausland". Diese muss vom Einreisenden gelesen und unterschrieben werden.

❓ Darf ich Familie oder Lebenspartner in Südtirol besuchen?

Nein, laut der Aussendung sind Besuche der Familie oder Lebenspartner in Südtirol zur Zeit nicht gestattet. Ausnahmen sind natürlich die oben genannten spezifischen Gründe für eine Einreise nach Südtirol. Zum Beispiel darf man Familienmitglieder, die pflegebedürftig sind, auch während dieser Zeit pflegen. In der Aussendung heißt es dazu: „Grenzüberschreitende Bewegungen von und nach Ost- oder Nordtirol bzw. in das Trentino zum Wohnsitz der/des Lebenspartnerin/s sind in Südtirol derzeit leider nicht möglich".

❓ Darf ich von Nordtirol über Südtirol nach Osttirol fahren?

Ja, der Transit bzw. die Durchfahrt durch Südtirol ist in jedem Fall möglich. Allerdings muss auch hierfür eine Eigenerklärung mitgeführt werden. (TT.com/mosc)


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