Haaland-Viererpack bei Dortmund-Sieg, Bremen knöpft Bayern 1:1 ab

Der FC Bayern musste sich am achten Spieltag mit einem 1:1 gegen Werder Bremen begnügen. Borussia Dortmund hat den Patzer der Münchener ausgenutzt und sich dank Torgarant Erling Haaland bis auf einen Zähler an den Tabellenführer herangeschoben. In Torlaune zeigten sich auch die ÖFB-Teamspieler: Dragovic (Leverkusen), Baumgartner (Hoffenheim) und Schlager (Wolfsburg) trafen.

Dortmunds Erling Haaland schoss Hertha in Berlin mit einem Viererpack ab.
© ANNEGRET HILSE

München - Bayern München hat zum Jubiläum von Hansi Flick den Sieg gegen Werder Bremen verpasst. Im 50. Pflichtspiel des Trainers verhinderte der Tabellenführer der deutschen Fußball-Bundesliga mit einem 1:1 wenigstens die erste Heimniederlage seit fast einem Jahr. Dank des Siegestreffers von Aleksandar Dragovic zum 2:1 gegen Bielefeld schob sich Bayer Leverkusen auf Rang drei vor, Dortmund ist nach einer Haaland-Gala mit vier Toren Zweiter.

Im 109. Nord-Süd-Klassiker zwischen Bayern und Bremen, kein Spiel gab es in der Fußball-Bundesliga so oft, präsentierte sich Werder in der leeren Münchner Arena lange mutig und hatte bereits vor dem Führungstreffer gute Chancen. Das Führungstor von Maximilian Eggestein (45.) reichte den Gästen (mit Marco Friedl) aber nicht, um nach 27 Pflichtspielniederlagen gegen den deutschen Rekordmeister mit ÖFB-Star David Alaba wieder einen Punkt zu bejubeln. Kingsley Coman (62.) bewahrte die nach der Pause verbesserten Bayern vier Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen Salzburg vor einer Niederlage. Kurios: Für Bremen war es das fünfte 1:1 nacheinander.

Frankfurt und Leipzig trennten sich 1:1

RB Leipzig konnte vom Punktverlust der Bayern nicht profitieren und fiel mit einem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt sogar auf Rang vier zurück. Marcel Sabitzer und Co. verpassten es, nach Punkten (17) mit den Münchnern (19) gleichzuziehen. Nach der Führung der Hessen durch Aymen Barkok (43.) glich Yussuf Poulsen (57.) für die Leipziger aus. Bei Frankfurt ließ Trainer Adi Hütter seine Landsleute Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker durchspielen. Die Eintracht wartet in der Liga nun seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Haaland-Gala bei Dortmund-Sieg

Neuer Zweiter ist nun Borussia Dortmund - dank Erling Haaland. Der Ex-Salzburger traf beim 5:2-Sieg gegen die Hertha in Berlin gleich viermal. Nach einem 0:1-Pausenrückstand drehte der 20-jährige Norweger mit einem Hattrick zwischen der 47. und 63. Minute die Partie und setzte in der 80. Minute auch den Schlusspunkt.

In der Schlussphase wurde Youssoufa Moukoko zum jüngsten Spieler der deutschen Bundesliga-Geschichte. Einen Tag nach seinem 16. Geburtstag wurde der als Wunderkind bezeichnete Stürmer in der 85. Minute eingewechselt. Damit löst Moukoko einen anderen Dortmunder in der Rangliste der Youngster ab. Nuri Sahin war bisher mit seinem Debüt im Alter von 16 Jahren elf Monaten und einem Tag der jüngste Bundesliga-Profi gewesen.

Dragovic als Matchwinner

Mit dem fünften Sieg in Serie setzte sich Bayer Leverkusen in der Spitzengruppe fest und steht auf Rang drei. Der in der 50. Minute eingewechselte österreichische Teamverteidiger Dragovic schoss die Rheinländer in der 88. Minute zum 2:1-Sieg gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld. Leverkusen hält damit bei der längsten Siegesserie seit fast fünf Jahren.

Aleksandar Dragovic (links) jubelt mit seinem Leverkusener ÖFB-Teamkollegen Julian Baumgartlinger über seinen späten Siegtreffer gegen Arminia Bielefeld.
© INA FASSBENDER

Auch Baumgartner und Schlager trafen

Tore bejubelten auch Dragovics Nationalteamkollegen Christoph Baumgartner und Xaver Schlager. Baumgartner brachte die wegen vielen Corona-Ausfällen ersatzgeschwächte TSG Hoffenheim beim 3:3 gegen den VfB Stuttgart in Führung (16.). Nach einem Foul an Florian Grillitsch schoss Andrej Kramaric die Hoffenheimer per Elfmeter zum 3:2 (71.) ein zweites mal voran, doch Marc Oliver Kempf gelang in der Nachspielzeit (93.) der Ausgleich.

Schlager traf beim 2:0-Erfolg des VfL Wolfsburg bei Schalke 04 in der 24. Minute zum Endstand. Damit ging die Horrorserie der Schalker weiter, sie sind mittlerweile seit 24 Ligaspielen ohne Sieg. Eine längere Negativserie gab es in der Bundesliga erst einmal, als Tasmania Berlin vor 55 Jahren 31 Partien ohne Erfolg geblieben ist. Die von Oliver Glasner betreuten Wolfsburger sind damit weiter ungeschlagen und liegen auf Rang fünf.


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