Polizeieinsatz gegen Pfusch: Sechs illegale Arbeiter auf Baustellen erwischt

Bereits Anfang der Woche hat die Innsbrucker Fremdenpolizei gemeinsam mit der Finanzpolizei und dem Bundesamt für Fremdwesen und Asyl den Schwerpunkteinsatz durchgeführt. Zwei Moldawier und vier Nordmazedonier wurden auf Baustellen in Kitzbühel erwischt.

(Symbolfoto)
© Volkmar Schulz / Keystone

Kitzbühel – Eine Schwerpunktaktion zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung wurde am Montag auf zwei Baustellen in Kitzbühel zwei Moldawiern, vier Nordmazedoniern und einem Kroaten, der die Männer beschäftigt hatte, zum Verhängnis. Der Einsatz wurde von der Innsbrucker Fremdenpolizei, der Finanzpolizei Tirol und des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl der Regionaldirektion Tirol durchgeführt.

Tatsächlich wurden dann auf zwei Baustellen im Bezirk Kitzbühel zwei Moldawier (29 und 35 Jahre alt) und vier Nordmazedonier (32, 35, 39 und 48 Jahre alt) als Trockenbauer ausgeforscht, die nicht mit den erforderlichen Bewilligungen arbeiteten und sich noch dazu illegal in Tirol aufhielten.

Hohe Geldstrafen erwarten Unternehmer

Die Männer wurden an die Grenz- und Fremdenpolizeiliche Abteilung wegen Übertretungen nach dem Fremdenpolizeigesetz (unrechtmäßiger Aufenthalt) angezeigt. Alle sechs wurden außerdem mit einem Einreiseverbot belegt. Sie wurden aufgefordert, das Bundesgebiet unverzüglich zu verlassen.

Laut aktuellem Ermittlungsstand waren die sechs Arbeiter von einem 43-jährigen Kroaten beschäftigt worden, der seinen Firmensitz in Hall hat. Auf die Firma selbst sind außer dem Gewerbeinhaber keine weiteren Arbeitnehmer gemeldet. Nach Abschluss der Ermittlungen erwarten den Firmenverantwortlichen hohe Verwaltungsstrafen aufgrund der Anzeigen der Finanzpolizei: Die Mindeststrafe bei Verstößen gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz beträgt 2000 Euro pro Arbeiter und bei Nichtanmeldung zur Sozialversicherung (ASVG) 726 Euro pro Arbeiter. Dazu kommen noch die entsprechenden Vorschreibungen des Finanzamtes und der ÖGK. (TT.com)


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