Pitztalstraße nach Felssturz vorübergehend gesperrt

Im Zuge einer Befliegung und Beurteilung der Abbruchstelle durch die Landesgeologie wurde südlich der Abbruchstelle ein circa 600 Quadratmeter großer, stark aufgelockerter Blockverband rund 400 Meter über dem Talboden festgestellt.
© Wildbach- und Lawinenverbauung

St. Leonhard im Pitztal – Nach einem Felssturz auf die Pitztalstraße (L16), der sich bereits vor zwei Wochen ereignet hatte, muss die Straße nun in den kommenden vier Tagen jeweils in der Nacht im Bereich der Zufahrt zum Weiler Weißwald (St. Leonhard) gesperrt werden. Dies teilte das Land Tirol am Donnerstagabend mit. Zudem musste ein Wohnhaus evakuiert werden. Bei einem Lokalaugenschein entdeckten die Experten einen rund 600 Quadratmeter großen, stark aufgelockerten Block.

Die Straßensperre galt sowohl für den gesamten Fahrzeugverkehr, als auch für alle Fußgänger. Ab Freitag 8.00 Uhr kann die Pitztalstraße über den Tag vorübergehend wieder befahren werden. Ein Beobachtungsposten soll eingerichtet und die Straße so abgesichert werden. Am Wochenende wird die Straße jeweils von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr befahren werden können. Gleichzeitig wird ein Radarwarnsystem installiert, mit dem eine Ampelanlage gesteuert wird. Dadurch soll dann – voraussichtlich ab Montag – die Pitztalstraße auch in der Nacht wieder befahren werden können.

Siedlungsraum und Landesstraße deutlich gefährdet

Im Bereich des Felssturzes wurden Laserscans durchgeführt und ein Messsystem mit Fernübertragung installiert. Zudem erfolgte eine geologische Begutachtung der Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung an Ort und Stelle. Darauf aufbauende Steinschlagsimulationen zeigten eine deutliche Gefährdung des Siedlungsraums und der Landesstraße, hieß es.

Die Zufahrt zum Weiler Weißwald soll jedenfalls bis auf weiteres gesperrt bleiben. Die Versorgungssicherheit der Bewohner bleibe gewährleistet. Über das Wochenende soll eine alternative Zufahrt zum Weiler geplant und mit dem Bau begonnen werden. Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung werden dauerhafte Schutzmaßnahmen geprüft, teilte das Land mit. (APA)

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