Lkw-Anhänger ging in Flammen auf: Tauerntunnel stundenlang gesperrt

Ein Lkw-Anhänger, in dem Desinfektionsmittel geladen war, fingt in der Früh plötzlich Feuer. Der Lenker reagierte schnell und lenkte das Fahrzeug in eine Pannenbucht. Die Tunnelröhre musste bis zum späten Nachmittag gesperrt bleiben.

Der Lkw hatte Desinfektionsmittel geladen.
© APA/ASFINAG

Nach dem Brand eines Lkw-Anhängers auf der Tauernautobahn A10 ist der Tauerntunnel am Samstag in Fahrtrichtung Salzburg stundenlang gesperrt worden. Man werde den Tunnel nach Abschluss der ersten Reparaturen gegen 16.00 Uhr wieder für den Verkehr freigeben können, teilte ASFINAG-Sprecher Walter Mocnik am Samstagnachmittag mit.

Gegen 6 Uhr war der mit Desinfektionsmitteln beladene Lkw-Anhänger in Brand geraten. Der Lenker hatte sofort eine Pannenbucht im Tunnel angesteuert und das Zugfahrzeug abgehängt. Zunächst versuchte der Mann den Brand zu löschen, gab aber auf, weil die Situation zu gefährlich war. Wenige Minuten später trafen die Einsatzkräfte ein und konnten das Feuer rasch unter Kontrolle bringen. Das Verhalten des Chauffeurs und der schnelle Einsatz hätten im Zusammenspiel mit den modernen Sicherheitseinrichtungen im Tunnel größere Schäden verhindert, hieß es bei der ASFINAG.

Wie stark die Schäden in der Pannenbucht sind, ist derzeit noch nicht bekannt.
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Kurz vor Mittag war der ausgebrannte Lkw-Anhänger aus dem Tunnel geborgen worden. Danach kontrollierten Experten der ASFINAG und ein externer Gutachter die Schäden. Kabel und Beleuchtung wurden noch am Nachmittag repariert. Die Überprüfung des Bauwerks ergab keine gravierenden Schäden.

Vorerst stand im Tunnel nur eine Fahrspur zur Verfügung, das Tempo wurde angesichts der weiter stattfindenden Arbeiten auf 60 km/h beschränkt. In Fahrtrichtung Villach konnte die ASFINAG den Tunnel schon um 8.00 Uhr für den Verkehr freigeben. (APA)


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