„Auf die Plätzchen, fertig, los!“: Promis und ihre Lieblingsrezepte

Pünktlich zum ersten Adventsonntag duftet es auch in den Küchen von Tiroler Prominenten nach herrlicher Weihnachtsbäckerei. Für die Tiroler Tageszeitung stellten Schauspieler, Sänger und Olympiasieger ihre Qualitäten als Zuckerbäcker unter Beweis.

Sängerin Petra Frey bezeichnet sich selbst als Naschkatze. Zu ihren Lieblingsrezepten zählen ihre selbst kreierten Dattelkugeln.
© Kauch

Von Dalia Föger

Innsbruck – Adventszeit ist auch die Zeit voller Düfte – Zimt, Vanille, Bratäpfel – und niemand vergisst den Duft der frisch gebackenen Weihnachtskekse, welcher aus Großmutters Küche durch das ganze Haus geströmt ist, und wie man frisch vom Blech ein paar Plätzchen, noch lauwarm, kosten durfte.

Wir haben bei Tiroler Prominenten nachgefragt, welche Rezepte für sie daheim zu ihren Favoriten zählen und warum.

Schlagersängerin Petra Frey gerät beim Thema Weihnachten ins Schwärmen und verrät: „Die schönste Zeit des Jahres hat begonnen, Häuser werden liebevoll dekoriert und überall duftet es herrlich nach Keksen und sonstigen Leckereien. Ich bin ja eine Nachkatze und besonders in der Weihnachtszeit ist das Schlemmervergnügen groß. Um aber dennoch Gesundes zu genießen, hab ich mein eigenes Rezept kreiert.

Dafür nimmt man 160 g große Datteln, 50 g Nüsse, eine Prise ungesüßten Kakao, eine Prise Zimt und Kokosflocken. Die Datteln zerkleinern, die Nüsse fein hacken mit Kakao und Zimt vermischen, bis eine weiche Masse entsteht. Dann kleine Kugeln formen, in Kokosraspeln wenden und ab in den Kühlschrank.

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Ich war eigentlich nie ein großer Dattelfan, aber so schmeckt das Rezept richtig lecker und ist ein perfekter Energiekick für zwischendurch“, erklärt die Schlagersängerin.

Ex-Ski-Ass Niki Hosp freut sich, dass sie nun mehr Zeit hat, in der Vorweihnachtszeit Kekserln zu backen.
© Schönegger

Dass sie nun endlich Zeit hat, Kekse zu backen, darüber freut sich auch Ski-Gesamtweltcupsiegerin Nicole Hosp. Zu ihren Favoriten zählen selbst gemachter Eierlikör und Kokosbusserln.

„Ich mach’ eigentlich immer eine Kombination, das heißt, zuerst wird Eierlikör gemacht und gleich im Anschluss die Kekserln. Das Rezept für den Eierlikör bleibt aber geheim, das verrate ich nicht, denn diesen Likör lieben alle. Und wenn ihn meine Freunde selber machen können, krieg’ ich keine Einladungen mehr“, scherzt Hosp.

Und weil die Hobby-Bäckerin für ihren Eierlikör 10 Dotter braucht, bleiben 10 Eiweiß übrig, die es zu verwerten gilt.

„Aus denen macht ich dann leckere Kokosbusserl. Ich kann nur sagen, ich liebe sie. Nicht nur weil sie extrem lecker sind, sondern für Sportler auch kalorientechnisch halbwegs vertretbar aufgrund des vielen Eiweißes – okay, den vielen Zucker vergessen wir mal ganz kurz“, lacht Hosp.

Dafür nimmt man 10 Eiweiß, 500 g Zucker, 600 g Kokosraspel und eine Prise Salz. Eiweiß mit Zucker und einer Prise Salz über dem Wasserbad gut schaumig schlagen, anschließend Kokos unterheben und im Spritzbeutel auf ein Blech auftragen. Bei 160 Grad Heißluft für ca. 15 min backen.

„Die Kokosbusserln sind einfach und schnell gemacht und alle Eier werden so verwertet“, freut sich Hosp.

Unter die Zuckerbäcker geht zur Weihnachtszeit auch Olympiasieger Leonhard Stock.

„Ganz ehrlich übernehm’ ich da nicht die ausführende Rolle, sondern leiste meiner Lebensgefährtin Gundi brave Hilfsdienste. Aber wenn der Duft meiner Lieblingskekserln wie Vanillekipferl und Linzeraugen durch das Haus strömt, dann werden die schönsten Kindheitserinnerungen wieder wach“, schwärmt Stock.

Bei Olympiasieger und Hotelier Leonhard Stock duftet das ganze Hotel im Advent nach selbst gemachten Keksen.
© Reibersdorfer

Für die Linzeraugen nimmt man 500 g Mehl, 200 g Zucker, 300 g kalte Butter, 4 Eigelb, 1 Pack. Vanillezucker, 3 Esslöffel Rum, 200 g geriebene Mandeln, Prise Salz, Prise Zimt.

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und für eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Danach den Teig ca. 3 mm dick ausrollen und Kekse mit und ohne Löcher ausstechen. Bei 180 °C ca. 10 min backen. Danach Kekse mit Ribiselmarmelade bestreichen und jeweils einen Teil ohne und mit Loch zusammensetzen. Die fertigen Linzeraugen trocknen lassen und mit Staubzucker bestreuen.

Zu leidenschaftlichen Weihnachtsbäckern zählt auch Schauspieler Harald Windisch. Gebacken wurde auf der Hütte der Familie in Arzl. „Ich hab’ gleich die sechsfache Menge gemacht. Und daraus 30 kleine Zelten geformt. Das dauert einen ganzen Tag, aber die Windischs backen und kochen immer für den ganzen Familien-Clan“, lacht der Schauspieler.

Für die Zelten nimmt man 500 g Obst (Feigen, Dörrzwetschken), 500 g Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Pignoli, Mandeln) halb gehackt, gerieben und ein paar ganze, 150 g Aranzini und Zitronat, 1/4 l Rum, Pimentpulver, Zimtpulver, Nelkenpulver Korianderpulver, Saft einer Orange und einer Zitrone, etwas Zucker, 750 g halb Roggen-, halb Weizenmehl, 500 ml Wasser, Salz, Germ oder Sauerteig, eine Tasse Kaffee mit etwas Zucker zum Bepinseln.

Schauspieler Harald Windisch verrät: „Wenn ich backe, dann gleich für den ganzen Familien-Clan.“
© Treyml

„Das sind die Zutaten für etwa drei Zelten. Die Mengen je nach Geschmack mischen. Die genaue Mischung dieses Zelten meiner Urgroßeltern darf ich nicht preisgeben, aber ich denke, wer gerne probiert, findet seine eigene perfekte Mischung.

Feigen, Zwetschken und Rosinen eine halbe Stunde einweichen und dann kleinschneiden. Einweichwasser zur Seite stellen. Nüsse hacken, Aranzini und Zitronat zerkleinern. Alles zusammen in eine Schüssel geben, etwas Zucker, Orangen-/Zitronensaft, Gewürze und Rum dazu und mehrere Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Teig bereiten aus dem Mehl, Germ (oder Sauerteig-Ansatz), Salz und dem Obst-Sudwasser. Gut verkneten und gehen lassen. Dann alle Zutaten kräftig verkneten und anschließend Wecken formen. Immer gut abdecken und in einem warmen Raum arbeiten. Nochmals gehen lassen. Mit einer Mischung aus Kaffee und Zucker bestreichen. Dann bei ca. 200 Grad im Backrohr auf der mittleren Schiene bei Ober- und Unterhitze ca. 1 Stunde backen.

Dazu passt ein leichter Glühpunsch aus Schwarztee, Glühweingewürz (oder Nelken, Zimt, Kardamom), Rohrzucker, Orangensaft und siebenjährigem ,Ron Varadero‘-Rum aus Kuba.

Wichtig sind mir qualitativ hochwertige, biologische und fair hergestellte Zutaten. Ich nehme am liebsten die aus einem ,Weltladen‘. Genuss mit gutem Gewissen schmeckt nämlich besser“, betont Windisch.

Und auch Sänger Gregor Glanz stellt zur Vorweihnachtszeit seine Zuckerbäcker-Qualitäten unter Beweis.

„In der Adventszeit mache ich mit meiner Freundin Daniela immer Christbaum-Cupcakes und zwei Tage vor Weihnachten backen wir dann verschiedene Kekse für Freunde und die ­Familie.“

Sänger Gregor Glanz bäckt mit Freundin Daniela Hentze traditionell im Advent seine Christbaum-Cupcakes.
© Hentze

Das Rezept für die Cupcakes: Für den Teig braucht man 3 Eier, 80 ml Öl, 250 ml Buttermilch, 100 g Zucker, 1 Pack. Vanillezucker, 1 Tl Zitronenabrieb, 250 g Weizenmehl, 2 Tl Backpulver, 250 g. Schokoladenchips.

Für das Frosting nimmt man 500 g Butter, 400 g Puderzucker, 4 Tl Orangenschale, 1 Tl Vanillepaste, 1 Prise. Salz, 200 g Frischkäse, 12 kleine Waffelbecher, Puderzucker zum Bestreuen/Zuckerdekor (silberne Zuckerkugeln) zum Verzieren und grüne Lebensmittelfarbe.

Freude am Backen hat auch Schauspielerin Kristina Sprenger.

Bei Schauspielerin Kristina Sprenger darf es beim Backen ruhig ein wenig schneller gehen. „Ich mag einfache Rezepte.“
© Sprenger

„Allerdings mag ich Rezepte, die schnell umzusetzen sind. Meine Tochter Rosa und ich lieben Dinkelkekse. Wir sind beide keine großen Schoko-Tiger und mögen Plätzchen am allerliebsten ganz pur“, verrät Sprenger.

Für die Dinkelkekse nach Hildegard von Bingen werden 250 g Butter mit 200 g Rohrzucker schaumig gerührt. Nach und nach 2 Eier und 1 Eidotter dazu geben. 500 g Dinkelfeinmehl, 100 g gemahlene Mandeln, 1/2 Weinsteinbackpulver, 1/2 Tl Zimtpulver, 1 Msp. Nelkenpulver, 1 Msp. Muskatpulver, 1 Msp. Galgantpulver und 1 Prise Salz beifügen und zu einem glatten Teig ver­kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Danach den Teig ausrollen und Herzen ausstechen.

Gutes Gelingen beim Ausprobieren der Rezepte wünschen die Hobby-Bäcker!


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