„Tut nicht weh, nutzt aber viel“: Appell zur Nutzung von Stopp-Corona-App

Bei der Nutzung der Stopp-Corona-App gibt es dem Gesundheitsminister zufolge durchaus noch „Luft nach oben“. Prominente Unterstützung erhält Anschobers Appell etwa durch Teamchef Franco Foda und Schauspieler Harald Krassnitzer.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Bundesrettungskommandant Gerry Foitik appellieren an die Bevölkerung, die App zu installieren.
© ROBERT JAEGER

Wien – In der „entscheidenden Phase vor einer Impfung“ hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erneut für die Installation der „Stopp Corona“-App geworben. Bisher wurde die App von 1,25 Millionen Menschen in Österreich heruntergeladen, in den kommenden Wochen sollen „ein paar Hunderttausend“ dazukommen, hoffte er am Montag bei einer Pressekonferenz. Die Applikation erleichtert vor allem das Kontaktmanagement.

Eine Woche vor einer langsamen Öffnung des Lockdowns in Österreich gingen die Corona-Zahlen weiter hinunter, binnen 24 Stunden wurden mit 2.748 Fällen erstmals weniger als 3.000 nachgewiesene Neuinfektionen verzeichnet. Anschober sprach aber weiterhin von einem „dramatischen hohen Niveau“.

📽️ Video | Zweite Chance für "Stopp-Corona"-App

Ein Mittel, um diese Zahlen weiter nach unten zu drücken, sei auch die Nutzung der „Stopp Corona“-App. Hier gibt es dem Minister zufolge durchaus noch „Luft nach oben“. Daher appellierte Anschober an alle, welche die Applikation noch nicht installiert haben, „das jetzt noch zu tun“. Die Installation auf dem Smartphone benötige nicht mehr als 30 Sekunden. „Sie tut nicht weh, sie nützt aber sehr viel“, so Anschober.

Auch der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, Gerry Foitik, warb erneut für die App. Durch die 1,25 Millionen User konnten bisher sechs bis acht Prozent an Neuansteckungen vermieden werden. „Das ist nicht genug“, so Foitik. Zudem werde die App künftig auch mit entsprechenden Applikationen aus anderen EU-Ländern kompatibel sein. Der Bundesrettungskommandant betonte, dass der Datenschutz gegeben ist. Dies wurde auch von der Journalistin und Social Media-Expertin Ingrid Brodnig via Videozuschaltung bestätigt.

Die App funktioniert mittels Bluetooth. Alle Kontakte, die näher als 1,5 Meter waren und länger als 15 Minuten gedauert haben, werden aufgezeichnet. Wird jemand positiv auf SARS-CoV-2 getestet, kann über die App eine rote Warnung an die Kontakte der vergangenen Tage versendet werden - samt der Aufforderung zur Selbstisolation. Die Applikation arbeitet derzeit völlig im Hintergrund, ab dem nächsten Update soll aber leicht ablesbar sein, mit wie vielen Kontakten sich das Handy verbunden hat.

Prominente Unterstützung

Um noch mehr Menschen für die App zu begeistern, wurde Anschober von mehreren Prominenten wie Teamchef Franco Foda, Schauspieler Harald Krassnitzer, EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji und ORF-Moderatorin Barbara Stöckl unterstützt. Stöckl hatte die App nach eigenen Angaben anfangs nicht heruntergeladen, sich im Sommer nach einigen Recherchen über Contact Tracing aber doch dazu erschlossen. Stöckl rief vor allem die Frauen in Österreich, die in Gesundheitsfragen belegterweise sensibler sind, dazu auf, in ihrem Umfeld für die App zu werben. Es gelte mit allen Mitteln, Todesfälle zu vermeiden. (APA)


Kommentieren


Schlagworte