Novartis in Kundl startet mit Plasmide-Produktion

Der Standort Kundl soll insgesamt zu einem Kompetenzzentrum für Nukleinsäure-Produktion ausgebaut werden, das unter anderem den wichtigsten Grundstoff für Zell- und Gentherapien liefert.

Der Novartis-Standort in Kundl.
© Strozzi

Kundl – Der Pharmakonzern Novartis hat an seinem Standort in Kundl eine Hightech-Fertigungsanlage für Plasmide in Betrieb genommen. Damit soll Kundl insgesamt zu einem Kompetenzzentrum für Nukleinsäure-Produktion ausgebaut werden, das unter anderem den wichtigsten Grundstoff für Zell- und Gentherapien liefert, hieß es am Montag.

Dafür nimmt der Pharmariese bis Mitte 2021 rund 17,2 Mio. Euro in die Hand. 45 Mitarbeiter sollen in diesem Bereich dann beschäftigt sein. "Es ist die erste und einzige Anlage im Novartis-Verbund, in der Plasmide produziert werden", betonte Mario Riesner, Geschäftsführer der ebenfalls zu Novartis gehörenden Sandoz GmbH am Montag bei einer Online-Pressekonferenz.

Chronische Therapie soll "Einmal-Therapie" werden können

Damit stelle man sich den gegenwärtigen Anforderungen der Forschung im Bereich der Zell- und Gentherapie, konstatierte Steffen Lang, Global Head of Technical Operations der Novartis AG. Im Moment sei ein diesbezügliches "Umdenken" das Gebot der Stunde, meinte dieser. "Alles geht in Richtung Zell- und Gen-Therapie", pflichtete ihm Stefan Hutwimmer von der Head Manufacturing Unit, Biopharmaceuticals Kundl, bei: "Damit sind wir am weltweiten Puls".

Den Grund für diesen anhaltenden Trend zur Zell- und Gen-Therapie erläuterte Hardo Fischer, Regional Medical Director Novartis Gene Therapies EMS South. "Damit gelingt es eine chronische Therapie zu einer Einmal-Therapie zu machen", erläuterte er. "Bei den Gen-Therapien werden Gen-Kopien in die Zellen gebracht, die dem Körper helfen Krankheiten zu besiegen", fügte Fischer hinzu.

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Die österreichische Novartis-Gruppe, eines der führenden Pharmaunternehmen des Landes, gliedert sich in die Geschäftsbereiche innovative Medikamente und Generika. Die Tiroler Novartis-Standorte in Kundl und Schaftenau gehören zum globalen Netzwerk der Forschungs- und Entwicklungszentren des Unternehmens. (APA)


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