Corona-Infektion zwingt Weltcupsieger Kraft zum Nichtstun

Der ÖSV-Adler berichtet von grippeähnlichen Symptomen und leichtem Geschmacksverlust. An eine Vorbereitung auf die anstehende Skiflug-WM ist aktuell nicht zu denken.

Austria's Stefan Kraft soars through the air during the World Cup Ski Jumping team competition, in Wisla, Poland on November 21, 2020. (Photo by JANEK SKARZYNSKI / AFP)
© JANEK SKARZYNSKI

Salzburg – Der mit dem Coronavirus infizierte Skispringer Stefan Kraft kämpft mittlerweile mit grippeähnlichen Symptomen und muss wenige Tage vor der Skiflug-WM sein Training hintanstellen. "Anstatt Training daheim steht für mich Tag für Tag im wahrsten Sinne des Wortes "Abwarten und Tee trinken" am Programm", schrieb der Weltcup-Titelverteidiger am Mittwoch auf seinem Blog.

🔗 >>> Nur Huber und Hörl kehren in Russland ins ÖSV-Aufgebot zurück

Am Ende der Vorwoche, als Krafts Erkrankung öffentlich geworden war, hatte sich der Athlet "noch sehr gut gefühlt". Nun sind in der Quarantäne zuhause in Oberalm offenbar grippeähnliche Symptome hinzugekommen. "Im Detail heißt das, dass sich meine Nase und auch meine Nasennebenhöhlen irgendwie "zu" anfühlen und dass seit gestern/vorgestern leichter Geschmacksverlust dazu gekommen ist."

Die Vorbereitung auf die in der nächsten Woche stattfindende Skiflug-WM in Planica ist klarerweise getrübt. Für Österreichs letzten Einzel-Medaillengewinner (Bronze 2016 am Kulm) wird ein Einsatz beim ersten Großereignis dieser Saison ein Wettlauf gegen die Zeit - mit völlig offenem Ausgang.

"Ich kann euch zum jetzigen Augenblick auch über die persönliche Planung in Richtung Skiflug-WM, Trainingssprünge bis dorthin usw. leider nicht mehr sagen. Ich muss sehen, was die Zeit und die Tests bringen und dann werde ich schauen, wohin die Reise geht", schrieb der 27-jährige Salzburger, während sich der Weltcup-Tross Richtung Russland aufmachte. In Nischnij Tagil stehen am Wochenende zwei Einzelspringen auf dem Programm. Kraft betonte indes mit einem Augenzwickern, er wolle "das Beste draus machen und mir halt im Fernsehen das eine oder andere abschauen". (APA)


Kommentieren


Schlagworte