Van der Bellen fordert „wohldurchdachten Plan" im Umgang mit dem Virus

In einer Fernsehansprache ruft der Bundespräsident zur Wahrnehmung der Massentests und der Einhaltung der Corona-Regeln auf. Dazu fordert er von der Regierung einen „wohldurchdachten Plan", um die Tests, das Tracing und auch die erwartete Impfung so effektiv wie möglich zu gestalten.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der TV-Ansprache.
© PETER LECHNER

Wien – Bundespräsident Alexander Van der Bellen fordert „einen strukturierten und wohldurchdachten Plan: vom Einhalten der Corona-Regeln über das Impfen bis hin zum Neustart der Wirtschaft". Gleichzeitig rief das Staatsoberhaupt am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache die Bürger zur Teilnahme an den Massentests auf.

📽️ Video | Fernsehansprache von Van der Bellen

Auch weiterhin Corona-Regeln beachten

„Es ist sehr wichtig, dass wir uns alle auch weiterhin an die Corona-Regeln halten: Händewaschen, Abstand halten, Mund-Nasenschutz tragen, gut lüften, und jetzt neu: testen gehen. Bitte gehen Sie hin! Damit können wir alle die Verbreitung des Virus entscheidend einschränken", appellierte der Bundespräsident.

Gleichzeitig müsse man auch „ein funktionierendes, planvolles und überlegtes Tracingsystem umsetzen. Denn wir müssen die jeweiligen Infektionsquellen verlässlich finden. Ohne weitere Anstrengungen und Maßnahmen wird das nicht gehen."

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„Dasselbe gilt für das Impfen", betonte Van der Bellen. „Bis wir damit beginnen können, muss die Zeit genutzt werden, auch diesen Vorgang präzise und umsichtig vorzubereiten." In diesem Zusammenhang mahnt der Bundespräsident auch Kooperation ein: „Wir kämpfen nicht gegeneinander, wir kämpfen gegen eine Pandemie. Und das am besten miteinander."

Plan für die Wirtschaft

Als dritten, außerordentlich wichtigen Punkt seines Planes nennt Van der Bellen den Aufbau der Wirtschaft. „Ich wünsche mir einen geordneten, systematischen Plan, wie es mit unserer Wirtschaft und damit mit unseren vielen Arbeitsplätzen weiter geht."

Er verweist auf viele offene Fragen, die für die Planbarkeit der Wirtschaft extrem wichtig seien und nennt als Beispiele: Was ist mit den Steuerstundungen? Wie geht es mit den Staatsgarantien weiter? Wie steht es um das Eigenkapital? Was ist eine gute Home Office-Regelung? „Diese Fragen müssen in einem Plan sorgsam balanciert und gemeinsam überlegt werden. Auch im gesamteuropäischen Kontext. Denn es steht viel auf dem Spiel: Unser Wohlstand, unsere Existenz, unsere Zukunft."

„Dürfen jetzt nicht lockerlassen"

Der Bundespräsident warnt vor einen „Jojo-Effekt", den man nur durch eine Veränderung des Lebensstils und planvolles Handeln vermeiden könne. „Und das müssen wir gemeinsam jetzt über die Feiertage und den Winter auch tun."

Zum Abschluss appellierte das Staatsoberhaupt an die Bürger: „Wir dürfen jetzt nicht lockerlassen. Wenn wir jetzt alle gemeinsam dranbleiben, wenn die Verantwortlichen umsichtig handeln, dann kriegen wir das gemeinsam hin. Und dann kommt der Sommer schneller, als wir glauben." (APA)


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