Neues Abkommen zwischen EU und Staaten in Afrika, Karibik und Pazifik

Hauptziele des Abkommens sind Armutsbekämpfung, nachhaltige Entwicklung und Zusammenarbeit bei Migration, Klimaschutz und Bildung.

Das weltweit größte Nord-Süd-Abkommen wird das bisherige Cotonou-Abkommen nach 20-jähriger Laufzeit ersetzen.
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Brüssel – Die EU und und die Organisation afrikanischer, karibischer und pazifischer Staaten (OAKPS, früher AKP-Staaten) haben sich auf ein neues Partnerschaftsabkommen verständigt. Das weltweit größte Nord-Süd-Abkommen wird das bisherige Cotonou-Abkommen nach 20-jähriger Laufzeit ersetzen.

Hauptziele des Abkommens sind die Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung sowie eine engere Zusammenarbeit bei Migration, Klimaschutz und Bildung. In dem Abkommen verpflichten sich die EU und Afrika auch zur Zusammenarbeit bei der Afrikanischen Freihandelszone, die über eine Milliarde Menschen umfasst und nach einer halbjährigen Verzögerung wegen der Corona-Restriktionen nun zum 1. Jänner 2021 an den Start gehen soll.

„Schritt auf dem Weg in eine neue Ära"

EU-Chefunterhändlerin Jutta Urpilainen.
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Der deutsche Entwicklungsminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende, Gerd Müller, (CSU) sprach von einem wichtigen Durchbruch und erklärte: „Europa hat sich mit 78 afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten auf einen Zukunftsvertrag für die nächsten 20 Jahre geeinigt; das Abkommen gilt für mehr als 1,5 Milliarden Menschen auf vier Kontinenten."

Die zuständige EU-Kommissarin und EU-Chefunterhändlerin Jutta Urpilainen sprach von einem „Schritt auf dem Weg in eine neue Ära für die EU, Afrika, die Karibik und den Pazifik". Robert Dussey, der togolesischer Außenminister ist und für die OAKPS verhandelte, sieht den Weg geebnet „für eine moderne und engagiertere Partnerschaft auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene". (APA)

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