Sechsjährige in Deutschland in Fluss geworfen: Erste Hinweise eingegangen

Ein unbekannter Mann soll in Halle mit einem kleinen Mädchen, das nur einen Schlafanzug trug, zur Saale gelaufen sein. Das Kind wird von zwei Joggern vor dem Ertrinken gerettet. Aber wer und wo ist der Unbekannte? Was wurde dem Mädchen angetan?

(Symbolbild)
© ODD ANDERSEN

Halle – Im Fall der aus einem Fluss geretteten Sechsjährigen haben die Ermittler in Halle erste Hinweise erhalten. Ob darunter auch eine heiße Spur sei, könne nicht gesagt werden, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle am Mittwoch mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen. Zuvor waren zwei Phantombilder eines Tatverdächtigen veröffentlicht worden.

Der Unbekannte soll am frühen Sonntagmorgen die Sechsjährige höchstwahrscheinlich überwiegend auf dem Arm durch die Innenstadt getragen haben. Die Strecke beträgt mehrere Hundert Meter, über den Marktplatz bis zur Saale. Das Mädchen war nur mit einem grau-beigen Schlafanzug mit Tiermotiven und mit lilafarbenen Strümpfen bekleidet.

Ungefähr so könnte der Gesuchte aussehen.
© Polizei Halle

Später wurde das Mädchen von zwei Joggern aus der Saale vor dem Ertrinken gerettet, nachdem Hilferufe zu hören waren. Das Kind kam in ein Krankenhaus. „Es geht ihm den Umständen entsprechend“, sagte der Staatsanwalt.

Was genau an dem Morgen geschah, blieb zunächst unklar. Das Mädchen wohnt mit seinen Eltern in Halles Innenstadt. Am Sonntag wurde das Kind letztmalig gegen 7.30 Uhr in der Familienwohnung gesehen und anschließend als vermisst gemeldet.

Laut Staatsanwaltschaft gab es einen hinreichenden Tatverdacht gegen den Unbekannten, der im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sein soll. Ob es sich möglicherweise um eine Entführung oder eine andere Straftat handelte, dazu äußerten sich die Ermittler nicht. Eine neunköpfige Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Elsa“ soll den Fall nun aufklären. (dpa)


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