Tamponsteuer wird halbiert: „Zu menstruieren ist kein Luxus“

In Österreich wird die Umsatzsteuer auf Produkte wie Binden, Tampons, Menstruationstassen sowie Slipeinlagen gesenkt. Damenhygiene dürfe kein Luxus sein, begründeten Frauenministerin Raab und Grünen-Klubobfrau Maurer den Beschluss.

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© emapoket

Wien – Die Umsatzsteuer auf Damenhygiene-Artikel – auch Tamponsteuer genannt – wird in Österreich von 20 auf zehn Prozent halbiert. Der entsprechende Beschluss wird am heutigen Donnerstag per Abänderungsantrag im Nationalrat gefällt. Ausverhandelt haben das Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) und Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer. Die Senkung der Umsatzsteuer betrifft unter anderem Produkte wie hygienische Binden, Tampons aller Art, Menstruationstassen sowie Slipeinlagen.

„Frauen haben bei der Periode keine Wahl“

Warum es zu der Änderung kommt, begründet Raab in einer Aussendung folgendermaßen: „Frauen haben bei der Periode keine Wahl und damit auch nicht beim Kauf von Hygieneartikeln. Es sind Produkte des Grundbedarfs, Damenhygiene darf kein Luxus sein.“ An die Hersteller appellierte sie, diese Preissenkung auch an die Konsumentinnen weiter zu geben.

Maurer betonte, dass Feministinnen seit vielen Jahren darum kämpfen, dass der erhöhte Steuersatz auf Menstruationsprodukte gesenkt wird: „Zu menstruieren ist kein Luxus, sondern ein ganz normaler Vorgang, der alle Frauen betrifft und endlich enttabuisiert werden muss.“ (APA)

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