Die Innsbrucker Haie machten im letzten Drittel gegen Linz alles klar

Im letzten Drittel (3:0) machten die Innsbrucker Haie am Donnerstag den 6:3-Pflichtsieg gegen Schlusslicht Linz perfekt. Am Samstag kommt Villach.

Jubel im Haifischbecken – auf Kapitän Sam Herr (Mitte) war beim Heimsieg gegen Linz mit drei Scorerpunkten gestern Verlass. Verteidiger Kevin Tansey schnürte einen Doppelpack.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Wie man einen schwer angeschlagenen Gegner zum Leben erweckt, exerzierten die Haie am Donnerstag gegen Tabellenschlusslicht Linz zwei Drittel lang vor. Vielleicht war es da vor dem Anpfiff ja schon sinnbildlich, dass dem aufblasbaren Hai vor dem Einlauf der HCI-Cracks die Luft ausgegangen war ...

Zunächst war alles auf Schiene und es leuchtete nach einem der vielen Verteidiger-Treffer in den letzten Runden durch Kevin Tansey und einen herrlich herausgespielten Unterzahl-Treffer durch Topscorer Braden Christoffer eine 2:0-Führung von der Anzeigetafel.

Führung in Unterzahl schnell verspielt

Bei der ausgesprochenen Vier-Minuten-Strafe gegen Christof Kromp fingen sich die Innsbrucker aber dann binnen 39 Sekunden den 2:2-Ausgleich ein. Das Penaltykilling bleibt die Achillesferse der O’Keefe-Truppe.

Im zweiten Abschnitt hatten die Haie durch Deven Sideroff (Außenstange) eine erste nennenswerte Gelegenheit, dann verschob sich das Momentum aber in Richtung der Oberösterreicher, die ihre Chance witterten. Haie-Keeper Tom McCollum rettete in diesem Abschnitt mehrmals stark.

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Pflichtsieg, mit Blick auf die Tabelle

Weil die HCI-Defensive aber auf Linz-Torjäger Dragan Umicevic vergaß, stand es plötzlich 2:3 (31.). Gut, dass Haie-Kapitän Sam Herr, der schon das 2:0 exzellent vorbereitet hatte, im Powerplay noch vor der nächsten Sirene zum 3:3 (36.) ausgleichen konnte. Aber spätestens nach 40 Minuten war klar, was passieren kann, wenn man sich teilweise dem Niveau des Gegners anpasst.

Nach der 2:5-Niederlage gegen Bozen am Dienstag und vor dem Heimspiel gegen Villach (Samstag) „mussten“ die Hausherren dieses Spiel mit Blick auf die Tabelle gewinnen: Ein „ugly goal“, also ein richtig dreckiger Treffer, ebnete dann den Weg, als Tanse­y einen Herr-Schuss mit der Schulter über die Linie bugsierte (4:3 42.). Der fünfte Treffer nach einem Solo von Verteidiger Colton Saucermann war ein echtes Traumtor (47.). Toptorjäger Daniel Ciampini machte das halbe Dutzend voll. Im Faustkampf blieb auch der HCI (Danielsen gegen Kristler) Sieger.


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