Kuba schafft doppeltes Währungssystem ab dem 1. Jänner ab

Die seit 26 Jahren kursierenden Währungen Peso cubano und der Peso convertible sollen laut Staatschef Díaz-Canel mit Jahreswechsel zusammengeführt werden.

Ein Land, zwei Währungen – die kubanische Doppelwährung ist eine weltweit einmalige Besonderheit.
© ADALBERTO ROQUE

Havanna – Kuba will kommendes Jahr sein doppeltes Währungssystem abschaffen. Der Peso cubano und der Peso convertible, die derzeit parallel in dem kommunistischen Inselstaat im Umlauf sind, würden ab dem 1. Jänner 2021 zusammengeführt, sagte Staatschef Miguel Díaz-Canel am Donnerstag (Ortszeit) im Staatsfernsehen. Der Wechselkurs der neuen Einheitswährung wurde auf 24 kubanische Pesos für einen US-Dollar festgelegt.

Das doppelte Währungssystem, eine weltweit einmalige Besonderheit, gibt es im immer wieder unter Versorgungsengpässen leidenden Kuba bereits seit 26 Jahren. Díaz-Canel sagte in seiner TV-Rede, nun seien die Voraussetzungen „gegeben, den Beginn dieser Reform ab dem 1. Jänner 2021 anzukündigen“. Díaz-Canel trat an der Seite von Ex-Staatschef Raúl Castro auf, des jüngeren Bruders des verstorbenen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro. (dpa)

Peso convertible

Der Peso convertible (CUC) war 1994 ursprünglich als einheimische Alternative zum 1993 auf Kuba legalisierten US-Dollar eingeführt worden, an dessen Wert er gebunden ist. Heute dient er als Verrechnungseinheit zwischen kubanischen Unternehmen sowie als Zahlungsmittel beispielsweise in Geschäften für höherwertige Konsumartikel. Entgegen seinem Namen ist der Peso convertible nicht frei konvertierbar, sondern kann nur in staatlichen Banken und Wechselstuben innerhalb Kubas legal getauscht werden.

In den meisten Geschäften wird der Peso Convertible nicht akzeptiert.
© YAMIL LAGE

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