Spotify-Rückblick: Die beliebtesten Songs, Künstler und Podcasts des Jahres

Seit dem 1. Dezember ist er da: der Spotify-Jahresrückblick. Hier finden Sie die meist gestreamten Künstler, Songs und Podcasts weltweit, in Österreich und in der TT.com-Redaktion.

Spotify Wrapped 2020 zeigt den ganz persönlichen Jahresrückblick der beliebtesten Songs und Künstler.
© Screenshots YouTube The Weeknd/Billie Eilish/Capital Bra

Innsbruck – Am 1. Dezember enthüllte Spotify mit dem Jahresrückblick „Wrapped" die beliebtesten Künstler, Alben, Songs und Podcasts von 2020. Weltweit begleitete die Streamingplattform die Menschen in diesem außergewöhnlichen Jahr – ob für Information, zum Mitsingen und -tanzen oder um einfach einmal abzuschalten.

Spotify gibt es bereits seit 2006. Es wurde damals von einem schwedischen Start-up-Unternehmen entwickelt. Mittlerweile gilt die Plattform als international größter Audio-Streamingdienst.

Im Jahresrückblick von 2020 ist von Rap und Pop bis Reggaeton vieles dabei. Hier stellen wir die Ergebnisse vor: weltweit, in Österreich und in der TT.com-Redaktion.

🔝 Künstler und Songs international: Bad Bunny, Billie Eilish und The Weeknd

Basslastige Trap-Sounds und Gute-Laune-Reggaeton-Beats treffen auf Latin-Rap – mit dieser außergewöhnlichen Kombination belegt der Puerto Ricaner Bad Bunny mit mehr als 8,3 Milliarden Streams Platz 1 der international meistgestreamten Künstler 2020 auf Spotify.

In der aktuellen Episode des englischsprachigen Podcasts „Spotify: For The Record” spricht er über seine Reaktion, als er zum ersten Mal von seiner Platzierung erfuhr. Mit seiner im Februar 2020 erschienenen LP „YHLQMDLG” lieferte er zudem mit über 3,3 Milliarden Streams auch das international meistgestreamte Album des Jahres auf Spotify. Auf Platz zwei und drei befinden sich Drake und J Balvin.

🎶 Top 5 Künstler und Songs auf Spotify weltweit

Künstler

  1. Bad Bunny
  2. Drake
  3. J Balvin
  4. Juice WRLD
  5. The Weeknd

Künstlerinnen

  1. Billie Eilish
  2. Taylor Swift
  3. Ariana Grande
  4. Dua Lipa
  5. Halsey

Songs

  1. „Blinding Lights” von The Weeknd
  2. „Dance Monkey” von Tones And I
  3. „The Box” von Roddy Ricch
  4. „Roses – Imanbek Remix” von Imanbek and SAINt JHN
  5. „Don’t Start Now” by Dua Lipa

Die Kategorie der international meistgestreamten Künstlerin geht an Billie Eilish. Die Singer-/Songwriterin ist auch in diesem Jahr erfolgreich und sichert sich wieder Platz 1. Sie wird gefolgt von Taylor Swift, Ariana Grande, Dua Lipa und Halsey.

Mit einer Hommage an den Synth-Pop der 80er Jahre lieferte der Song „Blinding Lights” von Singer/Songwriter The Weeknd nicht nur nostalgische Gefühle, sondern auch den international erfolgreichsten Song auf Spotify mit über 1,6 Milliarden Streams. Silber geht an „Dance Monkey" von Tones And I, Bronze an „The Box" von Roddy Ricch.

🔝 Podcast international: The Joe Rogan Experience

Mehr als 1,9 Millionen Podcasts können die Hörer aktuell auf Spotify entdecken. Laut Datenerhebung der Streamingplattform hörten mehr 18- bis 24-Jährige in diesem Jahr zum ersten Mal einen Podcast. Bei den Hörgewohnheiten erweisen sich die Morgenstunden als die beliebteste Uhrzeit: Von 6 bis 9 Uhr Früh wurde demnach am meisten den vielfältigen Audio-Formaten gelauscht.

🎵 „Wrapped" – Der persönliche Spotify-Jahresrückblick

Mit dem Spotify-Jahresrückblick können alle Nutzer des Streamingdienstes ihre meist gestreamten Songs und Künstler in einer Playlist einsehen. Nach dem Login im Browser oder direkt in der Spotify-App ist die Liste der persönlichen Top 100 Songs zu finden.

In dieser Vielzahl an Angeboten setzte sich The Joe Rogan Experience als international beliebtester Podcast durch. Die „Sendung" des US-amerikanischen Stand-up-Comedians gibt es bereits seit 2009. Dahinter folgen TED Talks Daily und The Daily.

🔝 Künstler und Songs bei Hörern in Österreich: Capital Bra, The Weeknd und Billie Eilish

Auch 2020 stand wieder ganz im Zeichen des Hip-Hop. Bereits zum zweiten Mal in Folge ist Capital Bra auf Platz 1 der meistgestreamten Künstler in Österreich. Die Rapper RAF Camora und Bonez MC belegen Platz 2 und Platz 3 im Gesamtranking.

RAF Camora lieferte mit “ZENIT RR” das meistgestreamte Album des Jahres auf Spotify in Österreich. Auf Platz 2 folgt “CB7” von Capital Bra. Samras Album “Jibrail & Iblis” findet sich auf Platz 3 wieder.

The Weeknd landete mit dem weltweit erfolgreichsten Song des Jahres “Blinding Lights” auch in Österreich auf Platz 1. Auf Platz 2 folgen Imanbek und SAINt JHN mit ihrem Track “Roses - Imanbek Remix”, gefolgt von Apache 207 mit “Roller”.

Billie Eilish ist in diesem Jahr die meistgestreamte Künstlerin auf Spotify in Österreich, gefolgt von der Schweizer Rapperin Loredana und Ava Max auf Platz 2 und Platz 3.

🎶 Top Künstler und Songs in Österreich

Künstler

  1. Capital Bra
  2. RAF Camora
  3. Bonez MC
  4. Samra
  5. Ufo361

Songs

  1. „Blinding Lights” von The Weeknd
  2. „Roses - Imanbek Remix” von Imanbek, SAINt JHN
  3. „Roller” von Apache 207
  4. „Dance Monkey” von Tones And I
  5. „Breaking Me” von A7S, Topic

🔝 Podcasts bei Hörern in Österreich

Platz 1 der bei den österreichischen Hörern beliebtesten Podcasts auf Spotify sicherten sich „Dick & Doof". Dahinter folgen Jan Böhmermann und Olli Schulz mit „Fest & Flauschig". Mit einem fast täglichen Programm begleiteten sie die Hörer durch den ersten Lockdown. Platz 3 geht an „Gemischtes Hack" von Felix Lobrecht und Tommi Schmitt. Mit ihrem Humor und der Erweiterung ihrer Podcast-Episoden um zusätzliche Folgen der „5 schnellen Fragen an …” begeisterten sie ihre Hörer mit bekannten Gästen.

Beliebteste Podcasts auf Spotify in Österreich

  1. Dick & Doof
  2. Fest & Flauschig
  3. Gemischtes Hack
  4. Verbrechen
  5. Thema des Tages

2019 lag die Zahl der auf Spotify verfügbaren Podcasts weltweit noch bei rund 500.000. Innerhalb eines Jahres hat sich das Angebot mehr als verdreifacht auf über 1,9 Millionen Podcasts. Auch der deutschsprachige Podcast-Katalog ist auf mehr als 40.000 Formate gewachsen. (TT.com)

💚 Persönliche Jahresrückblicke aus der TT.com-Redaktion

mats:

Die Top 3 Künstler: James Blunt, Passenger und Keane – teilweise vielleicht etwas sehr gefühlvoll und schnulzig, aber eingängige Melodien und tolle Texte. Mit Ohrwurm-Garantie.

Beliebtester Podcast: „Beste Freundinnen". Zwei Männer unterhalten sich über Frauen, die Liebe und das Leben. Mal derb und grenzwertig, mal nachdenklich und reflektiert.

klh:

Lieblings-Podcast:Zeit Verbrechen". Wenn es eines heuer reichlich gab, dann war es Zeit zuhause, die gefüllt werden wollte. Mich hat dabei vor allem ein Podcast begleitet, der zwar nicht neu ist, aber zu Recht auf Platz 1 meines Jahresrückblicks landet: Zeit Verbrechen". Zwei JournalistInnen der Zeit rollen in den durchschnittlich rund einstündigen Folgen ungeklärte, bizarre, spektakuläre oder auf den ersten Blick unscheinbare Kriminalfälle neu auf. Das Eintauchen in die spannenden Gespräche hilft dabei, beim Joggen nicht nur ans Aufhören zu denken, und unterhält beim Putzen oder Einpacken von Weihnachtsgeschenken. Sehr – um bei einem (Un-)Wort des Jahres 2020 zu bleiben – entschleunigend.

mosc:

Top 3 Künstler: Avenged Sevenfold, Soundgarden und Foo Fighters.

Habe heuer im Vergleich zu den letzten Jahren sehr wenig Musik gehört. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass ich in diesem Jahr sehr beschäftigt war. Ich kam „nur" auf ca. 15.500 Minuten. Mein Top Genre war wenig überraschend Rock.

1. Avenged Sevenfold haben Anfang des Jahres ein „neues" Album, „Diamonds in the Rough", mit bisher unveröffentlichten Songs veröffentlicht. Da ich früher schon sehr gerne ihre Musik gehört habe, war da bestimmt auch ein bischen Melancholie dabei. Ich wundere mich trotzdem ein bisschen, dass sie auf meinem ersten Platz gelandet sind.

2. Soundgarden: Seit vielen Jahren eine meiner absoluten Lieblingsbands. Soundgarden sind in so ziemlich jeder meiner Playlists vertreten und haben für jede Stimmung einen Song parat. Schrill, verrückt und laut, aber dann auch wieder ruhig, tiefgründig und emotional. Epochale Meisterwerke, die Frontman Chris Cornell und auch den Rest der Band unsterblich machen.

3. Foo Fighters: Auch ein Evergreen in meinen Spotify-Wrapped und sonstigen Playlists. 2020 gab es bisher nur einen neuen Track, der sich vom Rest der Songs ziemlich abhebt, aber auch definitiv Potential hat. Die Erwartungen für 2021 sind riesig, da im Frühjahr schon das neue Album erscheinen soll.

tst:

Top 3 Künstler: Elif, AnnenMayKantereit und Billie Eilish: 2020 hat das Homeoffice salonfähig gemacht – einer der größten Vorteile daran: Man kann die Geräuschkulisse selbst bestimmen. Darum liefen bei mir heuer vor allem drei KünstlerInnen auf und ab: Elif und AnnenMayKantereit (ich liebe deutsche Musik mit authentischen Texten) sowie Billie Eilish. Durfte alle drei auch schon live erleben – und Konzerte haben mir in diesem Jahr wohl mit am meisten gefehlt.

Lieblings-Podcast: 1 Thema 3 Texte: Podcasts habe ich in diesem Jahr neu für mich entdeckt – und bei einem durfte ich sogar zu Gast sein: Bei 1 Thema, 3 Texte beginnt alles mit einem Zufallsartikel auf Wikipedia. Der Rest wird zur Geschichte. Drei sich unbekannte und völlig verschiedene Menschen schreiben einen Text zum selben Thema. Was da am Ende herauskommt ist inspirierend, (ent-)spannend, witzig, lehrreich – und einfach nur schön zum Zuhören.

beka:

Top 3 Künstler: Lola Marsh, Yukno und Giant Rooks. Favorit ist eindeutig Lola Marsh. Die israelische Band mit Sängerin Yael Shoshana zieht mit ihren mitreißenden Melodien und sanften Balladen in den Bann. Die Single „Only For A Moment" und die beiden Alben liefen praktisch in Dauerschleife. Daneben sorgten Hits wie „Hund - MMXVIII" von Yukno oder „Heat Up" und „Chapels" von Giant Rooks für die richtige Stimmung.

Lieblings-Podcast: „Was mit Medien". Bis August bekannt als „Eine Stunde was mit Medien", starteten die Podcaster Daniel Fiene, Dennis Horn und Herr Pähler gezwungenermaßen eine unabhängige Sendung. Sie mussten auf Deutschlandfunk Nova Platz machen für neue Inhalte. Veraltet ist „Was mit Medien" aber keineswegs: Stets am Puls der Zeit diskutieren die Jungs aktuellste Entwicklungen, Trends und Hintergründe im Medienbereich: von Journalismus über Streaming bis Social Media ist alles dabei.

rena:

Top 3 Künstler: Jason Derulo, Seiler&Speer, Coldplay. Jason Derulo hat mich dieses Jahr nicht nur mit seinen eingängigen Ohrwürmern („Savage Love" wird auch nach dem 1000. Abspielen nicht schlecht) unterhalten, sondern auch jede Menge unterhaltsame TikToks geliefert, die in Lockdown-Zeiten gerade recht kamen. Damit hat er sich ganz nebenbei auch in meinen Spotify-Charts ganz nach oben geschlichen. An Seiler und Speer kommt man in Österreich ohnehin schwer vorbei, nach „Herr Inspektor" hat mich „Principessa" mehr als einmal zum lautstarken Mitsingen animiert. Mit Wehmut musste ich 2020 hinnehmen, dass keine Live-Konzerte stattfanden. Zum Trost fand sich in meiner „Best of"-Playlist alles von Coldplay, in der Hoffnung, dass ich sie bald wieder bei einem Konzert erleben darf.

Lieblings-Podcast: „Fitness mit Mark". Der ehemalige Marathon-Läufer und Personal Coach Mark Maslow steht schon lange auf meiner Lieblings-Podcast-Liste. Er weiß immer mit interessanten Gesprächspartnern aufzuwarten und deckt dabei ein breites Spektrum ab: Muskeltraining, Ausdauer, Ernährung und mentales Training werden aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet. Für mich der ideale Motivationsschub bei langen Läufen oder beim einsamen Gewichtestemmen im Keller.

siha:

Top 3 Künstler: Manu Delago, 5K HD, Clara Luzia. Der sehr vielfältigen alternativen Musikszene in Österreich mehr Gehör zu verschaffen, ist mir persönlich schon immer ein Anliegen – umso mehr in Zeiten, da die Künstler vor großen Ungewissheiten stehen. Zu meiner besonderen Freude haben drei meiner liebsten heimischen Acts in den letzten Monaten neue Alben bzw. EPs herausgebracht – was sich in meinem Spotify-Verhalten deutlich widerspiegelt. Da ist einmal das Album "Circadian" des Tiroler Ausnahmemusikers Manu Delago: Eine akustische Reise durch die verschiedenen Schlafzyklen, von REM über Leicht- und Tiefschaf bis zu einem abrupten Erwachen.

Bei der Wiener Band 5K HD hatte ich großes Glück sie noch im Februar vor dem Kultur-Lockdown im Haller Stromboli live zu erleben (zum Konzertbericht). Ihr aktuelles Album "High Performer" macht seinem Namen alle Ehre. Die Musik darauf – ein ganz eigenes Klanguniversum irgendwo zwischen avantgardistischem Pop, Elektronik, Jazz und Trip Hop – ist in der Tat hohe Kunst. Und dann ist da noch Clara Luzia, die mittlerweile seit Jahren zu meinem Spotify-Standardrepertoire gehört. Die Singer-Songwriterin aus Niederösterreich trifft mit ihren Texten die Nägel sehr häufig auf die Köpfe und macht fantastische Musik dazu. Sie brachte 2020 die EP "4+1" mit genauso vielen Tracks heraus.

ema:

Top 3 Künstler: Tom Misch, FKA Twigs, Bon Iver. London spielt in meinen Jahrescharts eine gewichtige Rolle: Meine „Top zwei“ sind hier musikalisch beheimatet. Der Jazzgitarrist Tom Misch hat 2020 gemeinsam mit dem großartigen Drummer Yussef Dayes ein neues Album herausgebracht, das mir an Corona-müden Tagen den nötigen Schwung verliehen hat. Tief berührt hat mich hingegen das Ende 2019 erschienene Album „Magdalene“ von FKA Twigs, das die Gesangskünstlerin nach einer Krebserkrankung und einer Trennung veröffentlichte. Bon Iver – eine alte Liebe – hätte ich heuer eigentlich nach gut zehn Jahren wieder einmal live sehen sollen – aus allseits bekannten Gründen wurde daraus jedoch nichts.

smo:

Top 3 Künstler: In Zeiten wie diesen braucht die Seele manchmal einfach eine Dosis Nostalgie – und eine Portion gute Laune. Was bei mir immer hilft: ABBA. "Ring, Ring", "SOS", "Money, Money, Money" und "Does Your Mother Know" eignen sich übrigens nicht nur ausgezeichnet zum Laut-Mitsingen sondern auch zum ausgelassenen Durch-die-Wohnung-Tanzen. Zum Auspowern bei der regelmäßigen Joggingrunde braucht es für mich unbedingt die Songs von Green Day.

Hierzulande eher unbekannt sind They Might Be Giants (TMBG), auch wenn von ihnen der Titelsong zu "Malcom mitten drin" stammt. Die New Yorker Band zeichnet sich besonders durch ihre manchmal surrealen, teils absurden, ab und an auch schwarzhumorigen Songtexte aus. Auch nicht ganz alltägliche Instrumente finden bei John Flansburgh und John Linnell ihren Einsatz. Mein Lieblingsalbum unter den 22, die TMBG bis jetzt herausgebracht haben, ist und bleibt "Factory Showroom".

reh:

Top 3 Künstler: The Intersphere - Punkt. Tatsächlich gibt es in meinen Spotify-Jahrescharts (mit Abstand!) keine andere Band, die ich öfter gehört habe. Es ist fast eine Schande, dass diese vier Jungs aus Mannheim – allesamt studierte Musiker – bisher eine recht überschaubare Fan-Gemeinde haben. Dabei ist der Sound von The Intersphere ein echter Ohrenschmaus. Die Band schafft es, technische Perfektion mit Mitsing-Faktor zu vermischen, ohne dabei holprig oder hoffnungslos überladen zu klingen. Für mich kommt das Zuhör-Erlebnis einer Art Gehirn-Massage gleich. Regelrecht wohltuend ist überdies die Tatsache, dass das Englisch des Sängers ohne deutschen Akzent auskommt. Jeder Song von The Intersphere ist von vorne bis hinten einfach nur rund und man merkt regelrecht, wie viel Herzblut die Gruppe um Christoph Hessler in jeden Beat, jedes Riff und jede Bassline steckt. Leider musste die Live-Tour der Mannheimer corona-bedingt verschoben werden – sehr schade. Auf den Nachholtermin 2022 freue ich mich jedenfalls schon "wie ein Schnitzel".

anl:

Top 3 Künstler: Dave Matthews Band, Iron and Wine, Ojos de Brujo. Vor über zehn Jahren von einer Freundin nach einer Australien-Reise auf Dave Matthews und Band gebracht, unterhalte ich seitdem eine Langzeitliebesbeziehung mit der Gruppe. Ihr hymnischer Pop-Rock, kombiniert mit Funk- und teilweise auch Jazz-Elementen, hat mich auch in diesem Jahr mitgerissen, meist nach einem langen Tag unter der Dusche, wo einen niemand beim Mitgrölen und Welt-Vergessen stört. Vor allem die akustischen Versionen ihrer Songs haben es mir heuer angetan, dazu seien die Tiny-Desk-Konzerte (zwar nicht auf Spotify, aber YouTube verfügbar) sehr empfohlen.

Ebenso abschalten und träumen kann ich seit Jahren mit Iron and Wine. Wundervolle Melodien, clevere Texte zum Schmunzeln und einfache Gitarrenkunst, für die ich sowieso eine Schwäche habe, haben mir geholfen, die nervende Realität mal links liegen zu lassen. In Erinnerungen schwelgen lässt mich die – leider in ihrer Ursprungskonstellation nicht mehr existierende – spanische Truppe Ojos de Brujo. War ich sonst mindestens einmal pro Jahr in einem spanischsprachigen Land, musste ich mir heuer die hispanische Leidenschaft nach Hause holen – am liebsten mit dieser einzigartigen Flamenco-Hip-Hop-Rumba-Catalana-Mischung ("jipjop flamenkillo"), die ich genau vor zehn Jahren um 3 Uhr morgens live in Sevilla erleben durfte.


Kommentieren


Schlagworte