Nicht zurückrufen: Warnung vor Ping-Anruf aus Tunesien und Abchasien

Die Anrufer lassen es nur einmal läuten (engl.: „ping") und bei einem Rückruf aus Österreich werden hohe Kosten verursacht, hieß es in einer Aussendung.

Achtung vor Anrufen mit betrügerischer Absicht.
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Wien – Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) hat am Sonntag vor sogenannten Ping-Anrufen aus Tunesien und Abchasien gewarnt. Seit einigen Wochen verzeichnet die Meldestelle für Rufnummernmissbrauch wieder verstärkte Beschwerden zu Nummern mit der Vorwahl +216 für Tunesien und aktuell mit der Vorwahl +7940 für Abchasien. Die Anrufer lassen es nur einmal läuten (engl.: „ping") und bei einem Rückruf aus Österreich werden hohe Kosten verursacht, hieß es in einer Aussendung.

„Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Wochen die Zahl der Ping-Anrufe mit diversen ausländischen Rufnummern wieder deutlich ansteigen wird. Zu den Weihnachtsfeiertagen telefonieren wir alle viel und rufen bei versäumten Anrufen ohne lange zu überlegen umgehend zurück", erläuterte Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post.

„Ruft man zurück und lässt man sich beispielsweise länger in einer Warteschleife hinhalten, wird man einen höheren Betrag auf der nächsten Telefonrechnung finden. Das Entgelt pro Minute beträgt üblicher Weise rund einen Euro", betonte Steinmaurer.

Sollte der Angerufene bei einem Ping-Anruf abheben, kann nichts passieren, es entstehen dadurch keine Kosten. Aber rufen Sie keinesfalls zurück, so die Empfehlung der RTR. Moderne Smartphones bieten oft die Möglichkeit eingehende Telefonate mit bestimmten Nummern zu unterdrücken – das sei bei wiederholt auftretenden Ping-Anrufen eine mögliche Abwehrmaßnahme.

Rufnummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet. Dort findet sich auch ein Formular, mit dem verdächtige Nummern gemeldet werden können, woraufhin die weitere Bevölkerung gewarnt werden kann. (APA)


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