Norwegischer Langlauf-Olympiasieger Northug zu Gefängnisstrafe verurteilt

Northug muss sieben Monate ins Gefängnis und zudem seinen Führerschein für immer abgeben. Der 34-Jährige akzeptierte das Urteil.

Der ehemalige norwegische Weltklasse-Langläufer Petter Northug.
© TERJE PEDERSEN

Oslo – Der ehemalige norwegische Skilanglauf-Star Petter Northug ist am Montag von einem Osloer Gericht zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt worden. Außerdem muss er seinen Führerschein für immer abgeben. Der 34-Jährige hatte zugegeben, mehrere Male zu schnell gefahren zu sein und Drogen aufbewahrt zu haben. Northug akzeptiere das Urteil, teilte sein Anwalt mit.

Im August war Northug von der Polizei angehalten worden, weil er viel zu schnell gefahren war. Bei einer Razzia fand die Polizei anschließend sechs Gramm Kokain und 0,6 Gramm MDMA in seiner Wohnung. Erste Annahmen, dass er unter Drogeneinfluss gefahren war, hatten sich nicht bestätigt.

Dreimal mit über 200 km/h in einer 80er-Zone

Besonders schwer wog nach Ansicht des Gerichts, dass Northug viermal extrem zu schnell gefahren war, dreimal davon schneller als 200 Stundenkilometer in einer 80er-Zone. Damit habe er sein und das Leben anderer in Gefahr gebracht. Dass er sich selbst dabei filmte und diese Filme an seine Freunde schickte, könnte andere zu ähnlichen Taten anstiften, so der Richter. Northug hatte zuvor eingestanden, bei diesen Fahrten eine Hand am Lenkrad gehabt und mit der rechten Hand mit dem Handy gefilmt zu haben. Dabei habe er auch andere Fahrzeuge überholt.

Der zweimalige Olympiasieger hatte erst im Mai 2019 seinen Führerschein wiederbekommen, nachdem er wegen einer Alkoholfahrt und Fahrerflucht zu einer Strafe mit Fußfesseln verurteilt worden war. Im August hatte er bei einer Pressekonferenz zugegeben, ein Drogenproblem zu haben. (APA)


Kommentieren


Schlagworte